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Förderprogramme Biotopverbund

Bereits 1985 wurde vom Gemeinderat der Stadt Bietigheim-Bissingen das Förderprogramm "Trockenmauern" beschlossen, um die historische Weinberg-Kulturlandschaft zu erhalten. Für das Wiederherrichten von verwilderten Flächen, die Wiederbepflanzung mit reblauswiderstehenden Pfropfreben sowie die Errichtung von Weinbergmauern (Trockenmauern in Naturstein) gewährt die Stadt Zuschüsse, welche die Eigentümer oder Nutzungsberechtigte von Grundstücksflächen in Weinbausteillagen beim Liegenschaftsamt beantragen können.

Bild: Obstbaumblüte

Über die Förderprogramme "Biotopverbund" wird das kommunale Biotopverbundnetz durch Privatflächen ergänzt und erweitert. Gefördert werden ökologische Bewirtschaftungsweisen und die Neuanlage von Biotopverbundlinien auf Privatflächen. Als finanziellen Anreiz für die Bevölkerung, sich für dieses Netzwerk aus Lebensräumen zu engagieren, beschloss der Gemeinderat bereits im Jahr 1992  Pflegegelder für die umweltverträgliche Bewirtschaftung von Streuobstwiesen,  den Erhalt von Solitärbäumen oder die Neuanlage von Grünlandstreifen entlang befestigter Feldwege  zu gewähren. Seitdem werden für die Förderung des Lebensraumverbundes auf der Gemarkung Bietigheim-Bissingens jährlich 50.000,- Euro Haushaltsmittel bereitgestellt und weitgehend abgerufen.

Bild: Das Nachpflanzen von hochstämmigen Obstbäumen trägt zu Erhalt und Verjüngung der Streuobstwiesen bei.

Durch die Gewährung von Pflegegeldern  bzw. die Kostenübernahme für Neupflanzungen wird der Erhalt der Landschaftsbild prägenden Einzelbäume und der traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen sowie die Nachpflanzung von hochstämmigen Obstbäumen für die Eigentümer/Bewirtschafter in ökonomischer Hinsicht wieder etwas attraktiver. Die Förderprogramme Biotopverbund tragen so zur langfristigen Sicherung dieser Lebensräume bei.

Seit 1992 wurden von der Stadt Gutscheine für fast 1.750 hochstämmige Obstbäume abgegeben, die auf  Privatflächen im Außenbereich nachgepflanzt wurden. Ferner werden seither rund 80 Hektar private Streuobstwiesen und rund 70 Solitärbäume gemäß den kommunalen Förderrichtlinien bewirtschaftet.

Bild: Bunte Blütenvielfalt auf einer stillgelegten Ackerfläche

In ausgewählten Bereichen der Gemarkung, die aufgrund ihrer Lage einen Beitrag zur Biotopvernetzung oder zum Artenschutz leisten können, werden aus ökologischen Gründen inzwischen etwa 3,6 Hektar Ackerflächen extensiv gepflegt. Neu angelegt und gepflegt werden mittlerweile 14 Kilometer Grünlandstreifen zwischen befestigten Feldwegen und Ackerflächen - dies entspricht weiteren  4 Hektar Biotopverbundfläche.

Bild: Biotopschutzstreifen tragen zum Erhalt der Lebensräume bei.

Das ab 2007 laufende Programm „Biotopschutzstreifen“ hat zum Ziel, bestehende empfindliche Lebensräume vor Beeinträchtigungen zu schützen und den Struktur- und Artenreichtum inmitten der intensiv genutzten Feldflur zu fördern. Sie schaffen weitere Verbindungslinien zwischen Lebensräumen. Welche Ackerflächen  in das Biotopschutzstreifen-Programm aufgenommen werden und wie breit die jeweiligen Schutzstreifen sind, wird in  Abhängigkeit der jeweiligen Biotopverbundsituation im Einzelfall entschieden. Mögliche Förderbereiche sind z.B. Schutzstreifen entlang von Fließgewässern oder Gräben -  sie puffern den Eintrag von abgeschwemmtem Ackerboden oder verdrifteten Pflanzenschutzmitteln - oder Biotopschutzstreifen entlang von Hecken, Trockenmauern oder an bedeutsamen Pflanzenstandorten.

Weitere Informationen über die Förderprogramme finden Sie in der von der Stadtverwaltung herausgegebenen Broschüren.

Erhältlich sind diese hier:

  • Stadtinformation, Tel. 07142 / 74 227
  • Liegenschafts- und Rechtsamt, Tel. 07142 / 74 279 (Trockenmauern)
  • Bauhof und Stadtgärtnerei, Tel. 07142 / 74 480
    (Förderprogramme Biotopverbund)

 

Nachfolgend finden Sie die Förderrichtlinien sowie wichtige Antragsformulare zu den Förderprogrammen Biotopverbund als PDF-Datei.

Bild: Info Punkt Benötigen Sie weitere Informationen? Die Stadtinformation hilft Ihnen gerne weiter.