Dass es in Bietigheim-Bissingen eine ganze Menge zu sehen gibt, haben Sie sicher bereits beim Lesen der allgemeinen Stadtbeschreibung feststellen können.
Hier nochmals, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ein kurzer Überblick.
Broschüren über unsere Sehenswürdigkeiten finden Sie auf den Seiten der Stadtinformation.
1507 als Fachwerkbau errichtet, im Verlauf des 18. Jahrhunderts mit Kunstuhr, Freitreppe und Verkündkanzel modernisiert.
Letzte grundlegende Sanierung 1981.
360° Panorama Marktplatz (ISDN - DSL)
Webcam Marktplatz
1535 / 36 erbaut von der Familie Hornmold. Bedeutend durch seine nahezu vollständige erhaltene Innenausmalung aus der Renaissancezeit.
Stadtmuseum seit 1989.
Weitere Informationen zum Stadtmuseum finden sie hier.
1476 als Stadthaus der Herren von Nippenburg erbaut.
Nutzung als Schulgebäude von 1547 bis 1953, heute Sitz städtischer Ämter, unter anderem Trauzimmer. (Abb. linkes Gebäude)
Physikat
1568 für den Stadtschreiber errichtet.
1704 bis 1840 Amtswohnung des Stadt- und Landarztes (Physikus), später Schulhaus,
heute Sitz städtischer Ämter.
(Abb. rechtes Gebäude)
in Bietigheim von 1557 im Morgenland.
Aus seinem im letzten Jahrhundert erneuerten Trog erhebt sich auf einem Sockel mit
4 Wasserspeiern eine Säule. Dort thront das namengebende "Fräulein" Melusine, ein beliebtes Motiv der Renaissance.
Ob sie als Symbol des lebensspendenden Wassers steht oder aber enger an die literarische Vorlage einer altfranzösische Sage anschließt, nach der die Meerjungfrau Verkünderin jeden drohenden Unheils war, muss dahingestellt bleiben.
Nördlicher Eckturm der Stadtbefestigung, 15. Jahrhundert. Die der Stadt zugewandte Seite des Turms war offen, um zu vermeiden, dass der Turm nach einer Einnahme durch Feinde als Festung gegen die Stadt verwendet werden konnte.
Den "unnützen Pulverturm" verkaufte die Stadt 1821 an den danebenwohnenden Bäcker Johann Christof Müller. Er wurde deshalb auch "Beckersmüllers Turm" genannt. Von Müllers Nachfahren kaufte die Stadt den Turm 1950 zurück.
Vogtei, Amtshaus, Oberamtei des Bietigheimer Schlosses, erbaut 1546
Im Schloss selbst sind nach der umfassenden Sanierung und Renovierung in 2000 - 2002 u.a. die Musikschule der Stadt Bietigheim-Bissingen, die Schiller-Volkshochschule, das Kultur- und Sportamt, die Hausbrauerei Rossknecht und zwei Läden untergebracht.
Die Jugendkunstschule hat in einem modernen Flachbau ebenfalls im Bereich des Schlosses eine neue Heimat gefunden.
Direkt neben dem Schloss in der oberen Hauptstraße wurde das Gebäude im Jahr 2002 fertiggestellt.
Gestaltet von den Architekten Prof. Jo Frowein und Dieter Schäffer sowie künstlerisch abgerundet durch Jürgen Goertz bereichert dieses "Haus der Köpfe" das Bietigheimer Stadtbild als wichtiger Teil der von Jürgen Goertz geschaffenen Gesamtgestaltung des Hillerplatzes.
Benannt nach der Mailänder Gräfin Antonia Visconti (ca. 1360 - 1405), als Ehefrau des Grafen Eberhard des Milden von Württemberg maßgeblich an der Entwicklung Bietigheims beteiligt, sind in dem einzigartige Stadthaus moderne Wohnungen und ein Restaurant untergebracht.
Anstelle der alten Burgkapelle erbauten die Bürger im Jahr 1401 auf Veranlassung der
Gräfin Antonia Visconti die Bietigheimer Stadtkirche, eine Marienkirche, um den Weg zur Pfarrkirche St. Peter jenseits der Metter zu ersparen.
Zwar gab es regelmäßig Gottesdienste, aber die vollen Rechte einer Pfarrkirche erhielt die Stadtkirche erst im Jahr 1496.
Einzig erhaltenes Stadttor, Ende 14. Jahrhundert
Errichtet im Zuge des Baus der "Westbahn" nach Bruchsal, Eröffnung 1853, bestehend aus 21 Bögen, Gesamtlänge 287 m, höchster Punkt 33 m, gehört zu den schönsten Kunstbauten aus der Frühzeit der deutschen Eisenbahnen.
Der Bietigheimer Marktbrunnen von 1549 zeigt einen Ritter, der ein großes Federbarett (kleinen Helm) trägt.
Er hat in seiner Rechten den Schild mit württembergischen Herzogwappen und in seiner Linken einen Stab.
Das Stadtwappen befindet sich auf der Balüstersäule, auf der der Ritter steht.
Der Wappner wird im Volksmund "Herzog Ulrich" genannt.
Beständig vom Hochwasser bedroht war das Gebiet zwischen der Stadtmauer und dem "Bache", wie die Metter von den Bietigheimern genannt wurde. Damit sie dennoch in ihre Häuser gelangen konnten, bauten die Bewohner vom hochwassersicheren Zwinger aus kleine Brückenzugänge ins Obergeschoss. Verbunden werden die Brücken vom Hexenwegle.
1517 - 1520, alte Wehrkirche, bemerkenswerte Innenausmalung aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
17. Jahrhundert, imposantestes noch erhaltenes Bissinger Bürgerhaus, Rest einer ehemals großen, geschlossenen Hofanlage.
Rommelmühle (Abb. im Hintergrund)
1904 nach Plänen von Philipp J. Manz in der Tradition historisierender Architektur des 19. Jahrhunderts errichtete, fünfgeschossige Großmühle.
1968, Architekt Ostertag, asymmetrisch gestaltet, trotzdem relativ
geschlossen wirkender Kubus mit blaugekachelter Fassade.
mit reichem Zierfachwerk der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
1906, von Heinrich Dolmetsch erbaut.
Bau vermutlich im 13. oder im frühen 14. Jahrhundert.
... außerdem noch viele weitere sehenswerte Fachwerkbauten und andere interessante Gebäude, deren Aufzählung den Rahmen sprengen würde.
Für Interessierte gibt es auch hier eine Broschüre (Historische Stadtrundgänge), die in der Stadtinformation abgeholt werden kann.
Wer gerne an einer Führung teilnehmen möchte, kann sich unter der Tel. 07142 / 7 42 99 oder online anmelden oder an einer der Sonntagsführungen (von Mai bis Oktober, 10.30 Uhr, Treffpunkt Ku(h)riosum / Kronenplatz, Dauer ca. 1,5 Stunden) teilnehmen.
Ergänzend bietet der Geschichtsverein Bietigheim-Bissingen Führungen an, die sich vertieft mit der Stadtgeschichte beschäftigen.
Informationen bei Manfred Kurz, Tel. 07142 / 5 19 61