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Auszeichnung "Goldene Wildbiene"




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Blühende Verkehrsinseln in Bietigheim-Bissingen werden ausgezeichnet

Als eine von drei Kommunen in Baden-Württemberg darf sich Bietigheim-Bissingen über die „Goldene Wildbiene“ des Verkehrsministeriums freuen. Minister Winfried Hermann kam am Donnerstag, 5. September 2019 zur Überreichung dieser Auszeichnung an OB Jürgen Kessing eigens nach Bietigheim-Bissingen.

Mit dem Wettbewerb hat das Ministerium die besonderen Anstrengungen der Kommunen im Land gewürdigt, mit insektenfreundlichen Flächen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten. OB Kessing freute sich, dass mit dieser Auszeichnung die jahrzehntelange Arbeit der Stadtgärtnerei eine würdige Anerkennung erfährt und nun als Leuchtturmbeispiel gilt. Extensiv gepflegte Grünflächen sind an Enz und Metter vor allem seit der Landesgartenschau 1989 ein wichtiges Element in der Stadtlandschaft. Hermann Großmann, der frühere Leiter der Stadtgärtnerei und Roswitha Ott, die seit rund zwei Jahren die Aufgabe übernommen hat, bemühten sich seit langem darum, dass Rasen- und Verkehrsflächen schrittweise in Blumenwiesen umgewandelt wurden und nur noch zweimal jährlich gemäht werden. Lediglich dort, wo hochstehender Bewuchs die Verkehrssicherheit gefährden würde, z.B. an den Straßenrändern und Verkehrsinseln direkt vor Kreuzungen, Ampeln u.ä., wird noch häufiger gemäht. So sind inzwischen an vielen Stellen in der Stadt kräuterreiche Verkehrsinseln, Randstreifen und Kreisverkehre entstanden, die auch ohne Düngemittel und Pestizide unterhalten werden. Wildkräuter werden auf Pflasterflächen belassen, lediglich aufkeimende Gehölze werden noch entfernt. So sorgt die Stadtgärtnerei dafür, dass der natürliche Lebensraum für heimische Insektenarten nicht noch knapper wird als ohnehin. Zudem wird seit 1984 dank der kommunalen Landschaftspflegeprogramme und der Förderprogramme für den Biotopverbund und vielen weiteren Projekten dafür Sorge getragen, dass die Artenvielfalt in der Landschaft erhalten bleibt bzw. wieder wächst.

Die jüngsten Grünflächen, die für den Wettbewerb vorgestellt wurden, lassen derzeit jedoch noch keine allzu bunten Blühflächen erkennen. Die im Neubaugebiet „Haslacher Weg“ angelegten Bereiche entlang der Buswendeschleife, auf der Mittelinsel und an den Rändern umfassen rund 650 qm Fläche, drei Bäume wurden dort neu gepflanzt. Die dort im Frühjahr eingesäte, niedrig wachsende Saatgut-Mischung „Blumenrasen“ hat sich noch nicht voll entwickelt und muss weiter gepflegt werden, bis eine artenreiche Wiese entsteht und Wildbienen, Schmetterlinge und Co. dort wichtigen Nektar oder einen Nistplatz finden. Dennoch überzeugte die Fachjury des Wettbewerbs „Blühende Verkehrsinseln“ die langjährigen Anstrengungen der Stadt Bietigheim-Bissingen und die Vielzahl der bereits entstandenen Flächen. Die „Goldene Wildbiene“ wurde in Form eines Schildes übergeben, welches im Bereich des Haslacher Wegs seinen Platz finden wird.

Die Jury des Wettbewerbs setzte sich aus Vertretern des Verkehrsministeriums, des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg, des BUND Baden-Württemberg, des NABU Baden-Württemberg und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zusammen. Bewertet wurden unter anderem die verwendete Saatgutmischung und die fachliche Expertise des Konzepts.



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