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Blätter zur Stadtgeschichte - Band 17




Blaetter 17 Titel

Band 17 der BLÄTTER ZUR STADTGESCHICHTE erschienen

Nach längerer Pause, bedingt durch die Veröffentlichung mehrerer Monografien in der „Schriftenreihe des Archivs der Stadt Bietigheim-Bissingen“, bringt das Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen einen neuen Band der BLÄTTER ZUR STADTGESCHICHTE heraus.

Der nun vorliegende Band 17 ist einem konkreten Anlass verbunden: Er erscheint auch als Begleitband zur Ausstellung „Krankenmord im Nationalsozialismus. Grafeneck 1940. Opferschicksale aus Bietigheim-Bissingen", die vom 19. Mai 2019 bis 28.Juli 2019 im Stadtmuseum Hornmoldhaus zu sehen ist. Christian Hofmann legt dazu als zentralen Beitrag eine Untersuchung über Krankenmorde an Menschen aus Bietigheim, Bissingen und Untermberg vor, deren drastische Unmenschlichkeit und Menschenverachtung uns bis heute vollkommen fassungslos macht. Die Lebensgeschichten dieser Menschen werden in seinem Beitrag ausführlich dargestellt.

Neben diesem Leitthema gibt es sieben weitere Beiträge zu unterschiedlichen Themen.

Dr. Erich Viehöfer, langjähriger Leiter des Ludwigsburger Strafvollzugsmuseums, erläutert anhand historischer Kriminalfälle aus Bietigheim und Umgebung die Geschichte von Verbrechen und ihrer Ahndung.

Stefan Benning stellt die Biographie des Löchgauer Schultheißen und Alchimisten Christoph Fahrner in der Zeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg vor. Fahrner lieferte sich einen skurrilen publizistischen Schlagabtausch mit dem bekannten Chemiker Johann Rudolph Glauber (Glaubersalz) und musste sich wegen des Totschlags an einem Nebenbuhler vor dem Bietigheimer Amtsgericht verantworten.

Der Beitrag von Dr. Alexandra Haas befasst sich mit einem Zeitgenossen Fahrners, dem Bietigheimer Diakon Johann Jacob Zimmermann, der auch als Astrologe und Mathematiker erfolgreich war. Mit seinen radikal pietistischen Auffassungen war er indes für die Landeskirche nicht tragbar und wurde seines Dienstes enthoben.

Der ehemalige Bissinger Notar Paul Schmid beschreibt anhand einer Pflegschaftsakte im Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen die Lebensgeschichte des Bissinger Bäckergesellen Michael Frölich, der sich Ende des 18. Jahrhunderts auf eine vierjährige Wanderschaft begeben hatte.

Sonja Eisele erinnert an eine Bietigheimer Institution, das Gasthaus „Krone“, das 1972 dem Bau des Kronenzentrums weichen musste. Die 1825 errichtete „Krone“ spielte eine wichtige Rolle im Kulturleben der Stadt.

Dr. Gustav Schöck, ehemaliger Leiter der Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart, referierte vor einigen Jahren anlässlich der Ausstellung "Wo man singt..." im Stadtmuseum Hornmoldhaus unter dem Titel: „Für einen würdigen Chor- und Gemeindegesang“ über die Anfänge der Gesangvereine in Württemberg.

Dr. Philipp Anton Knittel, ehemaliger Pressesprecher der Stadt Heilbronn, inzwischen Leiter des Literaturhauses Heilbronn, folgt noch einmal dem Lebensweg Otto Rombachs unter dem Titel „Vorwärts, rückwärts, meine Spur“ und versucht auch, das Verhältnis Rombachs zum Nationalsozialismus zu ergründen.

Alle Beiträge werden durch zahlreiche Abbildungen ergänzt. Der großformatige Band mit 147 Seiten ist ab sofort in der Tourist Information, im Stadtmuseum Hornmoldhaus, im Stadtarchiv und im Buchhandel zum Preis von 18,50 € erhältlich.



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