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Öffentliche Führung in der Städtischen Galerie




galerie oeffentliche fuehrung 10.11 Nebel Backstein Dom 1934 Otto Nebel-Stiftung Bern  Foto Myriam Weber

Die nächste öffentliche Führung durch die Ausstellung »Zur Unzeit gegeigt…« Otto Nebel – Maler und Dichter findet am Sonntag, 10. November um 11.30 Uhr in der Städtischen Galerie mit der wissenschaftlichen Volontärin Shirley-Ann Ruf M.A. statt.
Die Teilnahme an der Führung kostet 3 €, der Eintritt ist frei.

Der deutsch-schweizerische Maler, Grafiker und Dichter Otto Nebel (1892–1973) schuf im engen Austausch mit zahlreichen großen Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Modernewie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Marianne Werefkin und Johannes Itten sein einzigartiges Gesamtwerk. Als Mitglied der Sturm-Bewegung um Herwarth Walden war Otto Nebel als Wortkünstler hervorgetreten und lieferte sowohl Texte als auch erste Linolschnitte für deren Publikation. Bei Otto Nebel, der zunächst eine Ausbildung im Baugewerbe und als Schauspieler gemacht hatte, ist nicht nur von einer Doppelbegabung zu sprechen. Wie viele Vertreter der Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts experimentierte auch er mit Sprache, bildender Kunst und sogar mit musikalischen Gestaltungsformen. Sein übergeordnetes Bemühen war, »aus Elementen Sinngebilde, Modelle von Harmonie herzustellen«. Nach einer umfangreichen Retrospektive 2012 in Otto Nebels Wahlheimat Bern und einer großen Schau letztes Jahr in Japan ist dies die erste deutsche Einzelausstellung seit über 20 Jahren.

Die mehr als 100 Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Otto Nebel-Stiftung Bern sowie das aufschlussreiche audio-visuelle und dokumentarische Material veranschaulichen, dass bei Otto Nebel das malerische vom lyrischen Werk nicht zu trennen ist und dass er als intermedial arbeitender Künstler neu entdeckt werden kann.

Abbildung: Otto Nebel Backstein-Dom 1934, 1947 Öl auf Leinwand Otto Nebel-Stiftung, Bern Foto: Myriam Weber, Bern 



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