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Aktion "Gelbe Pfeile" des BUND




Metterzimmern 01
Metterzimmern 02

Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen
Aktion „Gelbe Pfeile“
BUND macht Abfälle sichtbar

Herumliegender Abfall an Straßen- und Wegrändern, in Freizeitanlagen und in Infrastruktureinrichtungen wie Bus oder Bahn beeinträchtigen die Lebensqualität.

Grund genug für die BUND Vorsitzende Gertrud Teske und Ulrich Glaser vom Ortsverband Bietigheim-Bissingen, gemeinsam mit Unterstützung durch Oberbürgermeister Jürgen Kessing die Aktion „Gelbe Pfeile“ zu initiieren.
Man will sich gemeinsam gegen „Littering“ einsetzen.

Die Aktion soll die Umweltverschmutzung im Stadtgebiet bewusst sichtbar machen und die Bürger anhalten, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Wort "Littering" stammt aus dem Englischen und bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall und das Herumliegen von Müll auf Straßen, auf Plätzen, in Parks, in Gärten, auf Wiesen und in Wäldern.

Die Gründe dafür sind allzu menschlich: Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen und/oder der Umwelt, Bequemlichkeit, Desinteresse oder Provokation. Die Abfälle in Grünflächen werden nicht selten von Rasenmähern erfasst, geschreddert und damit einer sinnvollen Verwertung entzogen. In dieser gehäckselten Form gelangen dann Kleinstteile über den Boden in den ökologischen Kreislauf. Bodenfunktionen, wie Wasseraufnahme oder Bodenbelüftung können darunter leiden. Genauso wie Bodenorganismen, die das ungewollt verschluckte Mikroplastik in der Nahrungskette weitergeben.

Einer Umweltstudie des Fraunhofer Institutes zu Mikroplastik von 2018 zufolge,verschmutzen deutschlandweit jährlich 34.000 t Makroplastik (größer 5 mm) die Umwelt. Zusätzlich infiltriert nochmal gut ein Drittel dieser Menge unsere Böden und Gewässer in Stadt und Land mit Mikroplastikteilchen. Littering hat nicht nur ökologische Folgen, sondern auch ökonomische und soziale. Ökologische Folgen: Die herumliegenden Abfälle verunstalten die Landschaft und stören das ökologische Gleichgewicht. Sie müssen auf Deponien gelagert werden und können nicht für die Wiederverwertung herangezogen werden. Weiter zersetzt sich der Müll (Micromüll) und gelangt in den Boden und in das Wasser. Die Pflanzen nehmen es wieder auf und die Tiere übers Futter. Es entsteht somit ein "Giftkreislauf". Der Mensch nimmt es mit der Nahrung Obst/Gemüse/Fleisch wieder auf und gefährdet somit seine Gesundheit.

Ökonomische Folgen: Das Entsorgen des Abfalls kostet den Gemeinden eine Menge Geld, welches die Allgemeinheit zu tragen hat. Diese Kosten könnten gespart und für andere Zwecke verwendet werden.
Soziale Folgen: Littering hängt oft mit der Sozialstruktur einer Stadt bzw. eines Landes zusammen. So wird in sozial schlechter gestellten Stadtteilen mehr gelittert als in anderen. Dies führt dazu, dass diese Viertel noch schmuddeliger wirken und die Lebensqualität noch geringer ist.
Vandalismus: Littering ist nicht allein das Wegwerfen von Dingen, sondern hängt sehr eng mit Vandalismus zusammen. Gegenden, in denen stark gelittert wird, bieten die ideale Umgebung für Sprayer und Schmierer. Aus diesem Grund haben die Gemeinden eine doppelte Last zu tragen, gegen Littering ankämpfen und den Vandalismus einzudämmen.

Dass viel zu viele Abfälle an Straßen, Wegen und anderen Stellen einfach weggeworfen werden, davon können viele Menschen ein trauriges Lied singen. Die BUND Ortsgruppe macht das Problem jetzt mit Unterstützung durch die Stadt Bietigheim-Bissingen sichtbarer: Mit bis zu 60 großen gelben Pfeilen markieren sie im Zeitraum 5. April – 26. April 2019 achtlos Weggeworfenes entlang der Metterzimmererstrasse. Die weithin sichtbaren gelben Pfeile stecken überall dort im Boden, wo jemand Abfall einfach weggeworfen hat. Zu finden sind am Straßenrand unter anderem leere Flaschen, Dosen, Zigarettenschachteln oder Imbiss.



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