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Studioausstellung Luisa Richter geht zu Ende




Ausstellungsansicht Luisa Richter 2

Die vielbeachtete Studio-Ausstellung »Luisa Richter. Variationen einer fixen Idee« neigt sich dem Ende zu. Noch bis Sonntag, 17. März 2019 hat man die Gelegenheit zu einem Besuch. Der Eintritt ist frei.

Anlässlich des 90. Geburtstags, den die 2015 verstorbene Besigheimer Künstlerin Luisa Richter 2018 gefeiert hätte, widmete die Städtische Galerie ihr die Studioausstellung »Variationen einer fixen Idee«. Der Fokus liegt dabei auf den experimentellen Papierarbeiten: Collagen, Druckgrafiken, Schriftbilder, Tuschzeichnungen und Aquarelle. Bei diesen eher unbekannten Werken aus den 1960er bis 1990er Jahren hat die Künstlerin durch das Überkleben, Übermalen oder Drehen des ursprünglichen Motivs immer wieder andere und spannende Varianten einer ursprünglichen Idee hervorgebracht, die zu einer genauen Betrachtung herausfordern. Luisa Richter studierte in der Meisterklasse Willi Baumeisters an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und siedelte Mitte der 1950er Jahre nach Venezuela über. Ihre Verbundenheit zu ihrer schwäbischen Heimat blieb aber zeitlebens bestehen. Ihre Aufenthalte in Deutschland nutzte die Künstlerin häufig, um in der Lithografiewerkstatt der Stuttgarter Akademie zu arbeiten und so wurde sie zur Wandlerin zwischen zwei Kulturen und Lebenswelten – zwischen Venezuela und Deutschland, Caracas und Besigheim. Sie gilt bis heute als eine der meist beachteten Malerinnen Lateinamerikas und durfte 1978 Venezuela bei der Biennale in Venedig vertreten, was ihr zu internationalem Renommee verholfen hatte.

Im Falle von Luisa Richter ist somit regionale Kunstgeschichte zugleich auch höchst internationale Kunstgeschichte.



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