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Resümee Sonderausstellung im Stadtmuseum Hornmoldhaus




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Sonderausstellung „Krankenmord im Nationalsozialismus – Grafeneck 1940 – Opferschicksale aus Bietigheim-Bissingen“ – ein Resümee

Zahlreiche Besucher*innen, darunter etliche Schulklassen, besichtigten die Sonderausstellung: „Krankenmord im Nationalsozialismus – Grafeneck 1940 – Opferschicksale aus Bietigheim-Bissingen“ vom 19. Mai 2019 bis zum 28. Juli 2019 im Stadtmuseum Hornmoldhaus. Der hohe Besucherzulauf überraschte auch Thomas Reusch-Frey von der Initiative „Stolpersteine Bietigheim-Bissingen“: „Meine Erwartungen wurden übertroffen“.

Lange blieben die Opfer der NS-Euthanasie vergessen. Erst die intensiven Recherchen der letzten Jahre brachten ihre Lebensgeschichten wieder zutage.

Zahlreiche Veranstaltungen begleiteten diese Ausstellung. Darunter Führungen, Vorträge, Radtouren zu den Stolpersteinen und eine szenische Lesung. Das diesjährige Ärzte-Symposium, welches am 3. Juli 2019 stattfand, zeigte mit ca. 90 Teilnehmer*innen die hohe Relevanz der historischen Aufarbeitung. Denn das Ärzte- und Pflegepersonal im Nationalsozialismus entschied durch das Ausfüllen der Meldebögen sowie die Vergabe von Nahrungsmitteln und Medikamenten über Leben und Tod der Patienten. Ein erfolgreiches Kooperationsprojekt zwischen dem Stadtmuseum Hornmoldhaus, dem Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen, der Initiative „Stolpersteine Bietigheim-Bissingen“ und dem Gemeindearchiv Ingersheim endete nun.

Allerdings wird es am 12. Oktober 2019 eine Exkursion nach Grafeneck geben. Das ehemalige Behindertenheim im Schloss Grafeneck wurde als erste von insgesamt sechs Tötungsanstalten umgebaut. Dorthin wurden zwischen Januar und Dezember 1940 fast 11.000 Patienten deportiert und anschließend ermordet.

Das vorläufige Programm der Exkursion, die um 08:30 Uhr am Busbahnhof startet, beinhaltet vormittags eine Führung durch die Gedenkstätte Grafeneck. Nach der Mittagspause in Zwiefalten findet eine Führung durch das Psychiatriemuseum Zwiefalten statt. Gegen 16:30 Uhr geht es zurück nach Bietigheim-Bissingen.

Die Kosten betragen 25 € pro Person. Die Anmeldung ist angenommen, wenn der Betrag auf das Konto der Stadtkasse Bietigheim-Bissingen (IBAN: DE33604500500007000137) unter Angabe des Verwendungszwecks „EXKURSION GRAFENECK“ eingegangen ist.

Ab dem 16. Dezember 2019 bis zum 30. Januar 2020 wird im Gemeindearchiv Ingersheim eine Ausstellung gezeigt, die lokale Bezüge zum Thema NS-Euthanasie herstellt und die Opferbiographien aus Ingersheim aufarbeitet.



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