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Eintrag ins Bietigheimer Weinregister vollzogen




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Weinjahr 2018 lässt auf besondere Weine hoffen
- Eintragung ins Bietigheimer Weinregister vollzogen

Historisches vollzieht sich Jahr für Jahr im Bietigheimer Hornmoldhaus: das dort aufbewahrte, 469 Jahre alte Bietigheimer Weinregister wird vom jeweils amtierenden Oberbürgermeister der Enzstadt fortgeschrieben. Auch in diesem Jahr widmete sich Oberbürgermeister Jürgen Kessing am heutigen Donnerstag, 21. Märze, dieser Chronistenpflicht mit großer Sorgfalt.

Die Weinlese 2018 lässt hoffen, dass die Weinfreunde besonderer Genuss erwartet. Ausreichende Erträge, hohe Reifegrade und bester Gesundheitszustand der Trauben sind zu verzeichnen. Die Wengerter freuten sich zudem über gutes Wetter während der gesamten Herbstkampagne. Lesebeginn war am 23. August 2018, der Abschluss fand am 13. Oktober 2018 mit der Lese von Cabernet Cubin, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon statt. Aufgrund des trockenen Sommers war es allerdings hilfreich, wenn gerade bei ertragreichen Sorten eine frühzeitige Ertragsreduzierung durch das Abschneiden von Beeren vorgenommen wurde. So konnten die verbliebenen Reben gute Reifegrade erreichen. Auch Bewässerung war in den Steillagen und in jüngeren Anlagen sehr hilfreich, um die Trauben besser reifen zu lassen. Wer erfolgreich wirtschaftete, konnte auch Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen von Traminer, Sauvignon Blanc und Muskateller erzeugen. Als Höhepunkt und Abschluss des Jahrgangs 2018 wurde im Januar 2019 bei minus 9 Grad Celsius noch Eiswein von Riesling-Trauben gelesen. Für Bietigheim wurde eine Anlieferung von 1068 hl registriert – fast das Doppelte des Vorjahres mit 536 hl Ertrag. Dies entspricht einem Ertrag von rund 146 kg pro ar. Das durchschnittliche Mostgewicht über alle Sorten beträgt rund 89 Grad Oechsle. Der Verkaufspreis je hl lag bei 271 Euro. Seit 1550 wird das Bietigheimer Weinregister in Bietigheim geführt und in den Archiven sorgfältig verwahrt. Im 18. Jahrhundert erhielt das große Register einen schützenden Holzschrank, verziert mit wappengeschmückten Flügeltüren und anderen Schnitzereien. Das Schränkchen samt kostbarem Inhalt wird aus konservatorischen Gründen in den klimatisierten Archivräumen aufbewahrt – es muss vor Feuchtigkeit, Lichteinflüssen und anderen Beeinträchtigungen geschützt werden. Eine Kopie des Dokumentes ist jedoch im Museum jederzeit zu besichtigen. Es verdeutlicht, welch hohe Bedeutung dem Weinbau einst in Bietigheim zukam. Er war einstmals Exportschlager und trug viel zum Reichtum der Stadt bei.



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