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Freitag, 24.07.2020 07:46 Uhr Alter: 21 Tage

Aktualisierung der Radschulwegpläne - Für alle weiterführenden Schulen liegen neue Radschulwegpläne vor

Kategorie: Pressemitteilungen

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 werden an die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen in Bietigheim-Bissingen neue, aktualisierte Radschulwegpläne verteilt. Die Arbeitsgemeinschaft hat die neuen Pläne nun an OB Kessing und die Schulleitungen von den Ellentalgymnasien und der Realschule im Aurain übergeben. Bereits vor der Sommerpause sollen die neuen Fünftklässler ihre Pläne erhalten, so dass sie sich schon vor ihrem ersten Schultag an ihrer neuen Schule mit dem Weg dahin vertraut machen können, auch mit den Stellen an denen sie besonders aufpassen müssen.

Die Arbeitsgemeinschaft Radschulwegplan Bietigheim-Bissingen (AG RSWP) hat im Jahr 2019 die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen in Bietigheim-Bissingen nach ihrem Weg zur Schule befragt und auf Basis dieser Befragungen zusammen mit Eltern, Lehrern, Schülern und der Stadtverwaltung die Entwürfe der neuen Radschulwegpläne erstellt. Nach nun erfolgter Prüfung der Straßenverkehrsbehörde wurden diese zur Veröffentlichung freigegeben.

Durch die neuen Radschulwegpläne werden die vor acht Jahren erstellten Pläne abgelöst. Der Plan für die Ellentalgymnasien, der am 26. März 2012 in der Aula der Ellentalgymnasien mit einer Laudation von Verkehrsminister Winfried Herrmann und von Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Schirmherr der Radschulwegpläne, präsentiert wurde, war damals der erste Radschulwegplan im Land. Er wurde auf der Basis von Schülerbefragungen erstellt und im Rahmen eines Pilotprojektes durch das LGL (Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg) technisch unterstützt. Für diese Befragung und auch für die anschließende Auswertung stellte das LGL ein modernes web-basiertes Geoinformationssystem zur Verfügung, mit dem die Schülerinnen und Schüler ihre täglich gefahrenen Wege zur Schule direkt am PC digital erfassen konnten.

In der Folge wurden mit diesem Erfassungstool unterstützt durch den Fachbereich Vermessung, Flurneuordnung und Landkreisentwicklung des Landratsamtes Ludwigsburg auch für alle anderen weiterführenden Schulen der Stadt Radschulwegpläne aufgestellt. Nach dem erfolgreichen Einsatz in Bietigheim-Bissingen wurde die Software durch das LGL weiterentwickelt und nach einer erweiterten Pilotphase allen weiterführenden Schulen im gesamten Land zur Verfügung gestellt.

Da sich in der Zwischenzeit bei den Schulwegen im Einzugsgebiet der hiesigen Schulen aufgrund von Baumaßnahmen, geänderten Straßenführungen und der Beseitigung von Problemstellen Änderungen ergeben haben, fasste die AG RSWP 2018 den Beschluss, die Radschulwegpläne für alle weiterführenden Schulen auf der Basis neuer Schülerbefragungen zu aktualisieren.

Ein erster Meilenstein war die Online-Befragung aller Schülerinnen und Schüler zum Mobilitätsverhalten, also ob der Weg mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit Bahn/Bus oder mit dem Auto (auch als Mitfahrer) zurückgelegt wird. Das positive Ergebnis: Im Durchschnitt aller Schulen wird im Sommer zu 37% das Fahrrad genutzt, im Winter immerhin noch zu 19%. Gefragt wurde aber z.B. auch nach den Gründen für die Verkehrsmittelwahl und nach Verbesserungsvorschlägen.

Anschließend daran fand im Frühsommer 2019 an allen Schulen die Datenerhebung für den Radschulwegplan statt. Alle mit dem Rad zur Schule fahrenden Schülerinnen und Schüler konnten ihren täglichen Weg zur Schule am PC in eine Online-Karte einzeichnen und die auf diesem Weg vorhandenen Gefahren- und Problemstellen kennzeichnen und beschreiben. Erfasst wurden insgesamt 1350 mit dem Rad zurückgelegte Schulwege mit einer Gesamtlänge von 7819 km, also durchschnittlich 5,8 km für den Hin- und Rückweg. Mehr als 2500 Problemstellen wurden genannt und vorgegebenen Kategorien zugeordnet. Dabei rangieren Probleme mit dem Autoverkehr mit 688 Nennungen auf Platz eins.

In einem Workshop am 9. November 2019 wurden durch die Mitglieder der AG RSWP die Erhebungsdaten ausgewertet und die auf der Basis der tatsächlich gefahrenen Routen zu empfehlenden Schulwegen festgelegt, sowie alle Gefahren- und Problemstellen gesichtet. Am Ende des Tages lag für jede Schule der Entwurf eines Radschulwegplanes vor. Diese Entwürfe wurden dann aus dem Erfassungs- und Auswertetool des LGL in das städtische Geoinformationssystem zur weiteren Verarbeitung übernommen und waren die Basis für die Abstimmung der endgültigen Routen und Problemstellen des Gesamtradschulwegplanes mit der Stadt.

Leider konnten nicht alle durch die Schülerinnen und Schüler tatsächlich genutzten Verbindungen in den Radschulwegplan aufgenommen werden. Dafür können die nun vorgeschlagenen Wege uneingeschränkt auch für die unteren Klassenstufen empfohlen werden.

Im nächsten Schritt sind die erfassten Problem- und Gefahrenstellen zu beseitigen. Günter Eitel, Projektleiter der AG RSWP für die Aktualisierung der Pläne, betont: „Es ist wichtig, die empfohlenen Radschulwege mit den identifizierten Problem- und Gefahrenstellen mit Hilfe der Radschulwegpläne für alle Beteiligten transparent zu machen. Noch wichtiger ist es aber, die identifizierten Problem- und Gefahrenstellen zu beseitigen oder zumindest zu entschärfen.“

Info: Die neuen Radschulwegpläne können auf der Homepage der Stadt (www.bietigheim-bissingen.de) eingesehen werden.





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