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Farbe bekennen! Walter Ophey. Ein rheinischer Expressionist

Beginn: Samstag, 08. Februar 2020
Ende: Sonntag, 06. September 2020
OPHEY WEBMOTIV 1024pix NEU

»Ich fühle mich in der Farbe am wohlsten«“, konstatierte einst der zu Lebzeiten weit über das Rheinland hinaus bekannte Künstler Walter Ophey (1882–1930). Ein fast rauschhaftes Farbempfinden beeinflusste die Gestaltung seiner expressionistischen Werke. Ophey war in erster Linie ein Landschaftsmaler, der seine unmittelbare Umgebung festhielt, aber auch Reisen inspirierten ihn zu Motivfindungen und Veränderungen seiner Palette. Als eines der jüngsten Mitglieder des Sonderbundes war er am Aufbruch der Moderne ebenso beteiligt wie nach dem Ersten Weltkrieg an der Künstlerbewegung „Junges Rheinland“. Die Ausstellung zeichnet seinen Werdegang von den frühen, lichtdurchsetzten Impressionen und Porträts zu den leuchtend expressiven Stadt- und Industrielandschaften nach. Außergewöhnlich sind Opheys farbige Kreidezeichnungen, in denen er sich auf die Wiedergabe von Konturen beschränkte und die Linien zu einer Seite hin auswischte, um seine Motive strahlen zu lassen. Durch den frühen Tod des Künstlers geriet sein Werk nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe in Vergessenheit, sein künstlerischer Nachlass befindet sich im Kunstpalast Düsseldorf. Mit über 100 Gemälden und Zeichnungen kann das Werk des großen Unbekannten nun hier im Südwesten entdeckt werden.

 

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 7. Februar 2020 um 19 Uhr.


Farbe bekennen! Walter Ophey. Ein rheinischer Expressionist

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8. Februar bis 10. Mai 2020
verlängert bis 6. September 2020

Die Städtische Galerie freut sich auf Ihren Besuch, auch zu unseren zahlreichen Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl (telefonische Anmeldung unter 07142 – 74483).

Von zu Hause aus können Sie einen kommentierten Rundgang durch die Ausstellung besuchen: Kulturkanal von Rainer Zerbst
Für einen virtuellen Ausstellungsbesuch klicken Sie auf ein beliebiges Foto (siehe unten) und folgen den Pfeilen! Viel Vergnügen!

Und ganz NEU bieten wir eine Entdeckungsreise für Kinder und Jugendliche (und alle Junggebliebenen): Basierend auf unserem Audio-Guide gibt es nun einen virtuellen Ausstellungsbesuch: Eine spannend-informative Führung von knapp 25 Minuten für unsere ganz jungen Besucher*innen! Viel Spaß beim Entdecken!

Der zu Lebzeiten weit über das Rheinland hinaus bekannte Künstler Walter Ophey (1882–1930) konstatierte einmal: »Ich fühle mich in der Farbe am wohlsten«. Ein starkes, mitunter fast rauschhaftes Farbempfinden beeinflusste die Gestaltung seiner expressionistischen Werke. Ophey war in erster Linie ein Landschaftsmaler, der seine unmittelbare Umgebung festhielt, doch gleichfalls inspirierten ihn Reisen zu Motivfindungen und Veränderungen seiner Palette. Daneben galt auch der Musik seine Leidenschaft, so dass er anmerkte: »Ich singe meine Bilder.« Als eines der jüngsten Mitglieder des Sonderbundes war er am Aufbruch der Moderne ebenso beteiligt wie nach dem Ersten Weltkrieg an der Künstlerbewegung »Junges Rheinland«.

Die Ausstellung zeichnet den Werdegang Walter Opheys von den frühen, lichtdurchsetzten Impressionen und Porträts zu den leuchtend expressiven Stadt- und Industrielandschaften nach. Ganz außergewöhnlich sind seine farbigen Kreidezeichnungen, in denen er sich auf die Wiedergabe von Konturen beschränkte und die Linien zu einer Seite hin auswischte, um seine Motive strahlen zu lassen. Durch den frühen Tod des Künstlers geriet sein Werk nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe in Vergessenheit, sein künstlerischer Nachlass befindet sich im Kunstpalast Düsseldorf. Dort fand 2018 eine große Ausstellung zu dem heimischen Künstler statt, die für viele Besucher*innen eine Überraschung, wenn nicht Offenbarung war: »Walter Ophey war ein Maler, den die Farben lieben«, resümierte auch »Die Zeit«. Mit über 100 Gemälden und Zeichnungen aus Museums- und Privatbesitz kann das Werk des großen Unbekannten nun hier im Südwesten der Republik entdeckt werden.

»Ich bin Maler und gehe viel mit dem Zeichenbuch über Land und zeichne allerlei Sachen, wie Berge, Telegraphenstangen, Menschen, Schiffe, Flüsse, Eisenbahnbrücken, alte Städte und Fabriken und fast sämtliche Gegenstände, die es gibt. So auf Tour sein ist herrlich. Ich spinne mich ganz ein in den großen Wunderkasten, den man die Welt nennt und hole mir die großen Formen herein in meinen eigenen kleinen Kasten.«





Farbe bekennen! Walter Ophey. Ein rheinischer Expressionist





Städtische Galerie
Hauptstraße 60-64
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142/74-483 und -819
Tel.: 07142/74-484
Tel.: 07142/74-818
Tel.: 07142/74-843
Fax: 07142/74-446

Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So, Feiertage 11–18 Uhr
Mo geschlossen

 

Eintritt frei 

-barrierefreier Zugang im gesamten Haus inkl. Sanitäranlage-


 

 







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