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Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst

Beginn: Freitag, 02. Oktober 2020
Ende: Sonntag, 24. Januar 2021
Plakat

Türen sind Alltagsgegenstände, die wir täglich vielfach gebrauchen, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Ihre elementare Funktion für unser Leben spiegelt sich jedoch in zahlreichen Redensarten – von »Offene Türen einrennen« bis »Jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen«. Es gibt ein Davor und Dahinter, ein Drinnen und Draußen sowie eine Schwelle, auf der sich entscheidet, wer eintreten darf. Das Schließen einer Tür kann Schutz, Ruhe und Rückzug oder aber Freiheitsentzug, Enge und Isolation bedeuten. In Märchen gibt es verbotene Türen, hinter denen Geheimnisvolles, Abenteuer und Gefahr lauern. Es sind insbesondere die Ambivalenz und symbolische Aufladung von Türen, die zahlreiche Künstler*innen veranlasst haben, sich mit diesem Motiv auseinanderzusetzen. All diese Aspekte veranschaulicht die Ausstellung mit Zeichnungen, Gemälden, Fotografien, Filmen, Skulpturen und Installationen von rund einem Dutzend internationaler Gegenwartskünstler*innen. Wir laden Sie herzlich ein zum Tag der offenen Tür am Freitag, 2. Oktober, 17-21 Uhr.


Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst

Plakat

2. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021


Türen sind Alltagsgegenstände, die wir täglich vielfach gebrauchen, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Ihre elementare Funktion für unser Leben spiegelt sich jedoch in zahlreichen Redensarten – von „Offene Türen einrennen“ bis „Jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen“. Sie können sperrangelweit oder nur einen Spalt breit offen stehen. Sie können leicht angelehnt oder aber fest verschlossen sein, mit Schlössern und Riegeln gesichert. Es gibt ein Davor und ein Dahinter, ein Drinnen und ein Draußen sowie eine Schwelle, auf der sich entscheidet, wer eintreten darf bzw. über die man in die Welt hinaustritt. Das Schließen einer Tür kann Schutz, Ruhe und Rückzug gewährleisten oder aber Freiheitsentzug, Enge und Isolation bedeuten. Durch Schlüssellöcher wird neugierig, durch Türspione misstrauisch gespäht. In Märchen gibt es verbotene Türen, hinter denen Geheimnisvolles, Abenteuer und Gefahren lauern. Es sind insbesondere die Ambivalenz und symbolische Aufladung von Türen, die zahlreiche Schriftsteller*innen, Filmemacher*innen und bildende Künstler*innen veranlasst haben, sich mit diesem Motiv auseinanderzusetzen. Darüber hinaus ist die bildliche Darstellung einer geöffneten Tür insofern reizvoll, weil sie die Rahmung bietet für einen Blick in den nächsten Raum oder in die Außenwelt, also ein beziehungsreiches Bild im Bild ermöglicht. All diese vielfältigen Aspekte beleuchtet die Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen, Graphic Novels, Fotografien, Filmen, Skulpturen und Installationen von 21 zeitgenössischen deutschen und internationalen Künstler*innen. Nach dem Coronabedingten Lockdown mit Kontaktsperre, Rückzug in die eigenen vier Wände und Türklinkenphobie erhielt die Ausstellung während ihrer Vorbereitung eine unvorhergesehene weitere Dimension.

Teilnehmende Künstler*innen

Thomas Demand (*1964 in München)
Eckart Hahn (*1971 in Freiburg i. Breisgau)
Patrick Hughes (*1939 in Birmingham / Großbritannien)
Ilya Kabakov (*1933 in Dnjepropetrowsk / Ukraine)
Hubert Kostner (*1971 in Brixen / Italien)
Isabel Kreitz (*1967 in Hamburg) 
Stefan Dinter (*1965 in Singen)
Olivier Kugler (*1970 in Stuttgart) 
Sandro Mattioli (*1975 in Heilbronn)
Mirjam Kuitenbrouwer (*1967 in Nijmegen / Niederlande)
Philipp Mager (*1966 in Köln)
Gideon Mendel (*1959 in Johannesburg / Südafrika)
Mathieu Mercier (*1970 in Conflans-Sainte-Honorine / Frankreich)
Sebastian Nebe (*1982 in Blankenburg)
Marja Pirilä (*1957 in Rovaniemi / Finnland)
Simon Schubert (*1976 in Köln)
Ene-Liis Semper (*1969 in Tallinn / Estland)
Trine Søndergaard (*1972 in Grenaa / Dänemark)
Maxim Wakultschik (*1973 in Minsk / Weißrussland)
Ben Willikens (*1939 in Leipzig)
Angelika Wischermann (*1983 in Herdecke)

Wir laden Sie herzlich ein zum Tag der offenen Tür am Freitag, 2. Oktober, 17-21 Uhr.



Gideon Mendel  Lucas Williams  Lawshe Plantation  South Carolina  USA  2015  aus der Serie Submerged Portraits  courtesy ARTCO Galerie
Gideon Mendel
Lucas Williams, Lawshe Plantation, South Carolina, USA, Oktober 2015
aus der Serie: Drowning World / Submerged Portraits
Courtesy ARTCO Galerie, Aachen / Berlin / Capetown
Hubert Kostner Lost   Found  2007-08  Mart  Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto  Collezione VAF-Stiftung
Hubert Kostner
Lost & Found, 2007/08
Mart, Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto, Collezione VAF-Stiftung
Foto: Mart, Archivio fotografico e Mediateca
Mirjam Kuitenbrouwer  No Exit  2001  A. van de Kerckhove
Mirjam Kuitenbrouwer
No Exit, 2001
A. van de Kerckhove
Maxim Wakultschik Treppenhaus 2  2010
Maxim Walkultschik
Treppenhaus 2, 2010
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Philipp Mager  Mann am Meer  2019  Unikat
Phillip Mager
Mann am Meer,2019
Unikat
Patrick Hughes  Deeply Superficial  2001  Sammlung Wuerth  Kuenzelsau
Patrick Hughes
Deeply Superficial, 2001l
Sammlung Würth, Künzelsau
Eckhart Hahn  Haunt  2011  Detailansicht
Eckart Hahn
Detailaufnahme Haunt, 2011

Sebastian Nebe  Die Tuer  2011  aus der Serie Die Stille  courtesy Galerie Kleindienst  Leipzig
Sebastian Nebe
Die Tür, 2011
aus der Serie: Die Stille
Courtesy Galerie Kleindienst, Leipzig
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020


Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst





Städtische Galerie
Hauptstraße 60-64
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142/74-483 und -819
Tel.: 07142/74-484
Tel.: 07142/74-818
Tel.: 07142/74-843
Fax: 07142/74-446

Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So, Feiertage 11–18 Uhr
Mo geschlossen

 

Eintritt frei 

-barrierefreier Zugang im gesamten Haus inkl. Sanitäranlage-


 

 







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