Motive und Motivkomplexe des Sporttreibens

Die überwiegende Mehrzahl der Menschen in Bietigheim-Bissingen erhofft sich durch Sporttreiben positive Wirkungen auf ihre Ge­sundheit. Das Motiv der Gesund­heit ist über alle Befragten und Sportarten hinweg betrachtet der Grund für vier von fünf Befragten, sportlich aktiv zu sein. Das mit Gesundheit eng in Verbindung stehende Thema der Fitness ist für mehr als drei Viertel der Antrieb.

Die Relevanz des Motivkomplexes „Gesundheit und Fitness“ wird zwar mit zunehmenden Lebensalter der Befragten höher, erreicht bei den 55- bis 64-Jährigen den Höchst­wert und fällt ab dem Alter von 75 Jahren wieder stark ab. Frauen ist das Motiv tendentiell wichtiger als den Männern, aber der Unterschied ist gering.

Aus „Spaß und Freude“ üben drei Viertel der Befragten ihre erstgenannte Sportart aus, und auch bei Sportart 2 und 3 geben rund zwei Drittel an, deshalb diese Sportart gewählt zu haben.

Den Motivkomplex „Leistungsvergleich, Zielerreichung, Erfolg im Wettkampf“ führt jeder Vierte bei der erstgenannten Sportart an. Deutlich ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Für fast doppelt so viele Männer ist dieser Motivkomplex Beweggrund für das Sporttreiben als für Frauen. Alle drei Sportarten zusammengenommen, strebt nur jede neunte Frau, aber fast jeder fünfte Mann nach Leistungsvergleich, Wettkampf und dem Erreichen von sportlichen Zielen. Insbesondere die aktiven Sportvereinsmitglieder und deutlich mehr junge als ältere Befragte führen diesen Motivkomplex als Beweggrund für ihr Spottreiben an. Mit zunehmendem Lebensalter sinkt die Zustimmung fast linear ab.

Der Motivkomplex „soziale Interaktion“ ist für etwas mehr Männer als Frauen ein Grund, Sport zu treiben, und für die jüngeren Befragten eher ein Grund als für die älteren. Insgesamt gibt etwa ein Fünftel der Befragten an, im Sport mit anderen zusammensein und neue Kontakte knüpfen zu wollen.

Das Motiv „Spannung, Risiko, Abenteuer“ spricht deutlich mehr Männer als Frauen und viel eher Jüngere als Ältere an, und mit steigendem Alter der Befragten sinken die Zustimmungswerte fast linear.

In den 7 am meisten nachgefragten Sportarten-Gruppen steht der Motivkomplex Gesundheit und Fitness an erster Stelle, gefolgt von Entspannung und Erholung, während die Motive Ästhetik und Spannung, Risiko, Abenteuer kaum von Bedeutung sind. Der Motivkomplex Leistungsvergleich, Zielerreichung, Erfolg im Wettkampf erreicht in den Gruppen des Kraftsports und der kondi­tionell-energetisch determinierten Sportarten etwas höhere einstellige Zustimmungswerte, nur bei den großen Sportspielen besitzen die Motive des traditionellen Leistungs- und Wettkampfsports deutlich größere Relevanz.

Anteile der Motive/Motivkomplexe an ausgewählten Sportarten-Gruppen:

 GesundheitAussehenSpaß und FreudeWettkampfsoz. InteraktionAbenteuerÄsthetikEntspannungNaturgenuss
Laufsport28 %9 %11 %6 %2 %1 %1 %25 %14 %
Radsport29 %7 %14 %4 %3 %3 %1 %23 %14 %
Fitnesssport37 %14 %12 %5 %10 %0 %1 %19 %1 %
Kraftsport39 %16 %10 %8 %7 %1 %1 %18 %1 %
kond.-en. det. Sp.arten34 %11 %14 %7 %7 %0 %1 %24 %3 %
große Sportspiele19 %5 %17 %17 %19 %2 %3 %16 %1 %
Gesundheitssport46 %9 %14 %1 %13 %0 %0 %16 %1 %