Bietigheim (Baden)

Freundschaft seit: 1967
Einwohnerzahl: ca. 6.400
Lage: Bietigheim ist eine Gemeinde 7 Kilometer nördlich von Rastatt und 17 Kilometer südlich von Karlsruhe, westlich des Schwarzwaldes und östlich des Rheins, nahe der Grenze zu Frankreich im sogenannten Hardtwald.
Landkreis: Rastatt
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Bürgermeister: Constantin Braun
Webseite:www.bietigheim.de
Kontakt:gemeinde[at]bietigheim.de

 

Freundschaftsbegründung

Mit ihrer Namensschwester, der Gemeinde Bietigheim in Baden pflegt die Stadt Bietigheim, bzw. heute Bietigheim-Bissingen schon seit 1967 freundschaftliche Beziehungen. Alljährlich werden die persönlichen Kontakte durch Besuche beim Bietigheimer Volksfest in Baden Ende Juli/Anfang August sowie beim Bietigheimer Pferdemarkt Anfang September in Schwaben gepflegt.

Geschichtliches

Die Endung –heim deutet darauf hin, dass Bietigheim eine fränkische Siedlung war. Die älteste urkundliche Erwähnung Bietigheims stammt aus einem Güterverzeichnis des Klosters Weißenburg. Dort beschrieb der Abt Edelin im Codex Edelini auch die Besitzungen des Klosters Weißenburg in Bietigheim. Diese erste urkundliche Erwähnung im Jahre 991 ist jedoch nicht der Zeitpunkt der ersten Besiedlung des Ortes, dieser liegt viel früher. Aus der Zeit von rund 4500 vor Christus sind Funde einer steinzeitlichen Besiedlung der Region bekannt.

Das Dorf entwickelte sich nach seiner Gründung 991 auf dem Hochgestade und an der Stufung zur Rheinniederung mit diesem Fluss, der das Leben der an dieser Stelle siedelnden Menschen bestimmte.

Bietigheim war bis zum Zweiten Weltkrieg ein von bäuerlichen Menschen geformtes Dorf. Zwischen den beiden Weltkriegen war die Bevölkerung durch die Auswirkungen der Reparationen und der Inflation gezwungen, ihren Grund und Boden intensiv zu bewirtschaften, um überhaupt existieren zu können. In vielen Fällen aber genügte der Grundbesitz nicht mehr, das Auskommen der Familie zu sichern. Durch das Recht der Realteilung war der Besitz des Einzelnen zu sehr zusammengeschrumpft und die Gemarkungsfläche zu sehr parzelliert. Der Kleinbauer selbst oder ein anderes Familienmitglied musste in der Industrie dazuverdienen, um den landwirtschaftlichen Zwergbetrieb zu stützen. Die Bauern verlegten sich auf den Anbau von Sonderkulturen und verbesserten dadurch ihre Erwerbslage. So wurde auch, angeregt durch das Tabakforschungsinstitut in Forchheim, 1937 ein Tabakbauverein gegründet und ein beheizter Tabaktrockenschuppen gebaut. Die Tabakbauern erzeugten während des Zweiten Weltkneges und in den Nachkriegsjahren gewissermaßen als Nebenprodukt den vielbegehrten 'Dachreiter' als Tausch- und Handelsware. Der Tabakbau florierte auch nach dem Kriege. Im Herbst 1948 brannte der Tabaktrockenschuppen ab. Ein Neubau 1951 auf den Stöckwiesen gab noch einmal Auftrieb zum vermehrten Anbau von heißluftgetrocknetem Virgin. Doch nach wenigen Jahren erlahmte das Interesse. 1960 wurde der Trockenschuppen verkauft. Er wechselte seither mehrmals seinen Besitzer und wurde ebenso oft umgebaut. Bereits 1951 hatten sich 25 Landwirte zum Anbau von Spargel entschlossen. Im Mai 1954 wurden auf einer Anbaufläche von 8 ha die ersten Spargel gestochen. Die Bemühungen einzelner Pflanzer um eine örtliche Sammelstelle hatten keinen Erfolg; denn die anfallende Ernte wird von Händlern aufgekauft und findet auch unter den Dorfbewohnern genug Liebhaber.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich das Dorf zur Wohngemeinde, die Landwirtschaft verlor ihren bestimmenden Charakter. Der Spargelanbau ist jedoch heute noch markant.

 

Bietigheim heute

Bietigheim ist eine junge, lebendige und wachsende Wohngemeinde inmitten des Hardtwaldes und der sogenannten Oberrheinischen Tiefebene. Zu Fuß, per Rad oder auf dem Pferd kann man die Natur und Wälder in und um Bietigheim erleben.

Die Einwohner wissen aber nicht nur die Landschaft, sondern auch die besondere Wohn- und Lebensqualität zu schätzen. Mehrere Kindertageseinrichtungen und eine Grundschule bieten ein gutes Angebot an bedarfsgerechter Kinderbetreuung bereits ab dem 1. Lebensjahr. Zudem sind alle Arten der weiterführenden Schulen im nahen Umkreis vertreten. Ein Seniorenzentrum sowie mehrere betreute Wohnformen gewährleisten die Betreuung und Versorgung der älteren Mitbürger. Für jeden steht ein ausgezeichnetes Einzelhandelsangebot zur Verfügung.

Wohnen in einer dörflichen Umgebung und kurze Wege in die benachbarten Städte wie Rastatt, Baden-Baden und Karlsruhe durch den Anschluss an die Stadtbahn sorgen für einen kontinuierlichen Zuzug und eine damit einhergehende stetige Baulandentwicklung.

Bietigheim liegt in unmittelbarer und verkehrsgünstiger Nähe zur Autobahn A5, zur B462, zur B3 sowie zur B36. Dadurch ist die Gemeinde Bietigheim vor allem für kleine bis mittelständische Betriebe interessant, welche sich über die Jahre in den Gewerbegebieten angesiedelt haben.

In Bietigheim gibt es auch einige handwerkliche Familienbetriebe mit langer Tradition, für die die ausgezeichnete Verkehrslage ebenfalls eine tragende Rolle spielt. Gleichwohl ist sie auch für Neuansiedlungen durch Gewerbegebietserweiterungen von großem Vorteil.

Sehenswürdigkeiten

Direkt an der „Badischen Spargelstraße“ gelegen, kann man während der Spargelsaison in der lokalen Gastronomie sowohl die gute badische Küche als auch kulinarische Köstlichkeiten rund um das Edelgemüse genießen.

Eine besondere touristische Sehenswürdigkeit ist der grenzüberschreitende PAMINA-Rheinpark, ein Ökomuseum, das Wissenswertes über die Lebensräume des Oberrheins vermittelt.

Das Wahrzeichen von Bietigheim ist die alte Kapelle, die im Jahre 1150 erbaut wurde. Die Kirche stellt die älteste erhaltene Kirche der Hardt dar und beinhaltet einen Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche hat 1748 nach Plänen von Johann Peter Ernst Rohrer ein barockes Aussehen erhalten.

Sport- und Freizeitmöglichkeiten

Jährlich findet im August das Bietigheimer Volksfest statt.

Alle zwei Jahre findet seit 1978 inmitten des Ortskerns, rund um die Kirche, das Dorffest am ersten Wochenende im September statt.

Ein blühendes Vereinsleben mit über 50 Vereinen im kulturellen und sportlichen Bereich schafft die Möglichkeit der persönlichen Integration und bietet vielfältige Optionen zur Freizeitgestaltung.
Eine kleine aber feine Auswahl an Gastronomie bietet, da an der „badische Spargelstraße“ gelegen, köstliche Spezialitäten der badischen Küche.

Partnerschaftliche Beziehungen

Besuche von Delegationen des Gemeinderates

Bildergalerie