Im Zuge der Fassadensanierung wurde 2025 auch die Kunstuhr am Bietigheimer Rathaus abgenommen und aufgefrischt. Nun hat sie mithilfe eines Krans wieder ihren angestammten Platz am Erkerturm eingenommen. Die Kunstuhr stammt ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert. Das Bietigheimer Rathaus wurde in den Jahren 1608 bis 1610 mit einem Erker sowie der Uhr, einer Freitreppe und einer Verkündungskanzel versehen. Der Fachwerkbau selbst stammt aus dem Jahr 1507 und wurde mit der Fassadensanierung 2025/2026 umfassend instandgesetzt.
Die Kunstuhr, die jetzt wieder installiert wurde, ist allerdings nicht mehr das Original aus dem 17. Jahrhundert. Dieses wurde 1996 durch eine Nachbildung ersetzt, da das Original nicht mehr reparabel war. Die Kunstuhr zeigt unter dem Zifferblatt zwei bewegliche Ziegenbockplastiken sowie einen vollplastischen Männerkopf mit einer beweglichen Pfeife, darüber ein Flachrelief, ein Mond mit Stern, dass den Mondwechsel anzeigt. Das „Bietigheimer Männle“ bewegt beim Stundenwechsel die Pfeife, während die beiden Ziegenböcke über ihm beim Stundenschlag die Hörner zusammenstoßen. Die Uhr ist eine von 10 an württembergischen Rathäusern noch erhaltene Kunstuhr.
