Großes Interesse bei den Starkregen-Spaziergängen der Stadt –Quartiersspaziergänge werden 2027 fortgesetzt

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Erst Sonne und sommerliche Temperaturen, dann Regen, Jacke und Schirm: Die drei Starkregen-Spaziergänge der Stadt Bietigheim-Bissingen waren nicht nur wettertechnisch abwechslungsreich. Vor allem zeigten sie, wie groß das Interesse am Thema Starkregenvorsorge ist. Bei den drei Terminen kamen zahlreiche Interessierte, stellten Fragen und nahmen praktische Anregungen für das eigene Zuhause mit.

Was passiert eigentlich, wenn in kurzer Zeit sehr viel Regen fällt? Wo kann das Wasser hinfließen? Welche Rolle spielt die Kanalisation – und was kann ich selbst tun, um mein Gebäude und Grundstück zu schützen? Genau diesen Fragen gingen die Teilnehmenden bei den drei Veranstaltungen gemeinsam mit Fachleuten von Stadt, Stadtwerken und BUND auf den Grund.

Nach kurzen Fachvorträgen ging es direkt in die Straßen. An ausgewählten Beispielen wurde vor Ort sichtbar, wo Wasser Probleme verursachen kann und welche Möglichkeiten es gibt, sich darauf vorzubereiten. Dabei ging es nicht nur um bauliche Schutzmaßnahmen am Gebäude, sondern auch um Rückstau, die Entwässerung, die Gestaltung von Gärten und Dächern sowie um die Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte ein Hinweis der Stadtwerke: In der Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung von Bietigheim-Bissingen gibt es bereits seit Ende der sechziger Jahre einen Paragrafen, der für Gebäude eine Sicherung gegen Rückstau vorschreibt. Das sorgte bei den Teilnehmenden für viele überraschte Gesichter und zahlreiche Nachfragen. Gerade mit Blick auf zahlreiche neuere Gebäude entstand die Frage, inwieweit die Vorgaben dort berücksichtigt wurden. Das Beispiel macht deutlich, wie wichtig es ist, sich auch mit den konkreten Anforderungen und dem Schutz des eigenen Gebäudes auseinanderzusetzen.

Auch die übrigen Themen wurden intensiv diskutiert. Die Vorträge wurden von vielen Fragen begleitet, anschließend konnten die Teilnehmenden das Gehörte direkt bei den Beispielen entlang der Spazierstrecke wiederfinden. So entstand eine Mischung aus Information und praktischem Blick vor Ort – mit vielen Anregungen, die sich auch zu Hause weiterdenken lassen.

Und das Interesse blieb selbst beim Wetterumschwung groß: Während bei den ersten beiden Spaziergängen die Sonne schien, musste beim dritten Termin teilweise der Regenschirm her. Doch auch strömender Regen hielt die Teilnehmenden nicht davon ab, gemeinsam unterwegs zu sein und sich über Starkregenvorsorge zu informieren.

Bürgermeister Michael Wolf war bei allen drei Terminen selbst vor Ort: „Das Thema Starkregenvorsorge ist wichtig und geht uns alle an – die Stadt, die Stadtwerke aber auch die Bürger selbst. Jede und jeder ist aufgerufen, sich zu informieren und zum Schutz etwas zu tun. Durch die Begehungen direkt vor Ort wurde das noch greifbarer. Gerade der gemeinsame Blick auf konkrete Beispiele macht deutlich, wo Gefahren entstehen können und was jeder Einzelne für den Schutz des eigenen Grundstücks tun kann.“

Für die erfolgreiche Umsetzung der drei Veranstaltungen bedankt sich die Stadt bei den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen und dem BUND für die gute Zusammenarbeit und die fachliche Unterstützung.

Im Frühjahr 2027 sollen die Starkregen-Spaziergänge fortgesetzt werden. Damit möchte die Stadt das Thema noch näher zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen und weitere Möglichkeiten schaffen, sich frühzeitig mit der eigenen Starkregenvorsorge auseinanderzusetzen.

Denn eines haben die drei Termine gezeigt: Starkregenvorsorge muss nicht abstrakt sein. Wenn man sich die möglichen Gefahren direkt vor Ort anschaut, wird schnell klar, wo man ansetzen kann.

Gemeinsam vorsorgen – direkt vor Ort. Dieses Motto gilt auch bei der Fortsetzung der Starkregen-Spaziergänge im Frühjahr 2027. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Presseamt der Stadt Bietigheim-Bissingen

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