Die Stadt Bietigheim-Bissingen zeigt mit ihrer neuen digitalen Plattform ClimateView transparent ihre Fortschritte und ihre geplanten Maßnahmen in Sachen Klimaschutz auf.
Seit dem Jahr 2022 verfolgt die Stadt Bietigheim-Bissingen das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein. Hierzu nahm die Stadtverwaltung bisher am European Energy Award (eea) teil und konnte sich 2025 erfolgreich zertifizieren. Nach dem Ende des eea zum 31. Dezember 2025 nutzt die Stadt nun die digitale Plattform ClimateView, um ihre Klimaschutzaktivitäten und die Entwicklung der Treibhausgasemissionen gebündelt darzustellen. Diese kann unter https://klimadashboard.bietigheim-bissingen.de besucht und interaktiv durchgeklickt werden: Sowohl die bisherigen Emissionen, der angestrebte Reduktionspfad zur Klimaneutralität bis 2035 als auch die einzelnen Klimaschutzmaßnahmen können hier eingesehen werden.
Mit ClimateView besitzt die Stadt ein digitales Werkzeug, welches die Arbeit im Klimaschutz für die Öffentlichkeit transparent macht und zugleich der Verwaltung eine gebündelte Übersicht über die verschiedenen Handlungsfelder und Klimaschutzaktivitäten bietet. Auf der Plattform werden die bisherigen Treibhausgasbilanzen, die Klimaschutzziele, die Aktivitäten und deren Umsetzungsstand gebündelt. Zudem stellt ClimateView den angestrebten CO₂-Reduktionspfad dar und zeigt auf, welchen Beitrag die hinterlegten Maßnahmen zur Zielerreichung leisten können. Die Darstellung kann kontinuierlich entsprechend dem aktuellen Stand der Projekte angepasst werden.
Die Anwendung trägt dazu bei, die unterschiedlichen Handlungsfelder des kommunalen Klimaschutzes – unter anderem Wärme, Strom und Mobilität – übersichtlich zusammenzuführen. Für die Verwaltung entsteht damit zugleich eine Handlungsübersicht über die verschiedenen Maßnahmen und deren jeweiligen Umsetzungsstand. Neben den Maßnahmen des Klimaaktionsplans finden sich auf der digitalen Plattform auch die Maßnahmen der Kommunalen Wärmeplanung, des kommunalen Sanierungsfahrplans sowie die Maßnahmen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadtverwaltung.
Bereits heute zeigt sich jedoch, dass auch durch die engagierte Umsetzung der bisher definierten Maßnahmen das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035 nach dem derzeitigen Stand noch nicht vollständig erreicht wird. Die derzeitige Simulation des CO₂-Reduktionspfades weist eine Zielerreichungslücke von 17 % auf.
Die Darstellung macht damit zugleich sichtbar, in welchen Bereichen weitere Anstrengungen und zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Klimaschutz ist dabei eine gesamtstädtische Aufgabe: Neben den eigenen Handlungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung sind insbesondere Entwicklungen in den Bereichen Wärmeversorgung, Gebäude und Mobilität sowie das Handeln von Unternehmen und privaten Haushalten für die weitere Reduzierung der Treibhausgasemissionen von Bedeutung.

