Am 23. September, 29. September und 1. Oktober 2026, jeweils 17.30 Uhr lädt die Stadt Bietigheim-Bissingen ein zu Spaziergängen in den Stadtteilen Bietigheim, Bissingen und Buch. Die Veranstaltungen richten sich an Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Interessierten. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Starkregen kann innerhalb kürzester Zeit große Mengen Wasser mit sich bringen und erhebliche Schäden verursachen. Auch in Bietigheim-Bissingen hat es in den vergangenen Jahren bereits Situationen mit Überflutungen gegeben. Die Stadt möchte deshalb gemeinsam mit den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen, dem THW und dem BUND vor Ort zeigen, wo Gefahren entstehen können und welche Möglichkeiten es gibt, sich vor den Folgen von Starkregen zu schützen.
Bürgermeister Michael Wolf wird den ersten Termin persönlich eröffnen:
„Starkregenvorsorge geht uns alle an. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir informieren, Risiken sichtbar machen und aufzeigen, was jeder Einzelne zum Schutz des eigenen Grundstücks tun kann.“
Die Treffpunkte sind:
- 23.09.2026 – Flößer- & Jahnstraße (Bissingen)
Treffpunkt:Flößerstraße zwischen Hausnummer 110 und 133 (am Wirtschaftsweg)
- 29.09.2026 – Ernst-Essich-Weg (Ahlesbrunnen)
Treffpunkt: Ernst-Essich-Weg Ecke Friedrich-Grimm-Straße
- 01.10.2026 – Bromberger Straße (Buch)
Treffpunkt: Parkplatz Parkäckerstraße, Höhe Bromberger Straße
Beginn jeweils um 17.30 Uhr am Treffpunkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Spaziergänge finden bei jedem Wetter statt.
Die Starkregen-Spaziergänge verbinden kurze Informationen mit einem anschließenden Rundgang vor Ort. Zu Beginn wird zunächst erläutert, was Starkregen bedeutet und welche Bereiche besonders gefährdet sein können. Grundlage dafür sind die Starkregengefahrenkarten der Stadt.
Anschließend geben Fachleute aus verschiedenen Bereichen Hinweise zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Vorsorge. Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen informieren unter anderem über Rückstau- und Oberflächenwasser, die Grenzen der Kanalisation und den Schutz von Gebäuden. Das THW gibt praktische Hinweise zur Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall. Der BUND zeigt Möglichkeiten auf, wie Gärten und Dächer so gestaltet werden können, dass Regenwasser besser aufgenommen wird – etwa durch „Rain Gardens“ oder Dachbegrünung.
Nach den kurzen Beiträgen geht es gemeinsam in den jeweiligen Straßenzug. An ausgewählten Stellen werden konkrete Situationen und Beispiele angeschaut. Dabei soll vor allem deutlich werden, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt, um Gebäude und Grundstücke besser vor den Folgen von Starkregen zu schützen.
Wer an keinem der Starkregen-Spaziergänge teilnehmen kann oder sich darüber hinaus informieren möchte, findet unter www.klima.bietigheim-bissingen.de/klimavorsorge/starkregenrisikomanagement ein umfangreiches Informationsangebot. Die Stadt Bietigheim-Bissingen hat ihre Informationsseite zur Starkregenvorsorge umfassend erweitert. Dort gibt es unter anderem Informationen zu den Starkregengefahrenkarten und zu Möglichkeiten, das eigene Grundstück und Gebäude vor Starkregen zu schützen.
Die Starkregenvorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe. Während die Stadt Maßnahmen auf öffentlichen Flächen umsetzt, liegt der Schutz des eigenen Grundstücks grundsätzlich in der Verantwortung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer. Ob und welche Maßnahmen auf einem privaten Grundstück sinnvoll und notwendig sind, muss der jeweilige Eigentümer für sein Eigentum prüfen und entscheiden. Die Stadt möchte mit den Starkregen-Spaziergängen dabei unterstützen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich mit geeigneten Maßnahmen darauf vorzubereiten.
Mit den Starkregengefahrenkarten stellt die Stadt eine Grundlage zur Verfügung, mit der sich mögliche Gefahrenbereiche nachvollziehen lassen. Auf dieser Basis werden auch Maßnahmen im öffentlichen Raum umgesetzt. Beispiele sind der geplante Einbau von rückstaugesicherten Durchlässen in der Hochwasserschutzwand in der Metterstrasse und die Planung eines Kanals zur Ableitung von Wasser unter der Mühlwiesenbrücke. Beide Maßnahmen befinden sich in der Planung und werden demnächst umgesetzt.
Starkregen kann grundsätzlich überall auftreten – auch fernab von Flüssen und Bächen. Innerhalb kurzer Zeit können große Wassermengen zusammenkommen und Straßen, Grundstücke, Gebäude oder Keller überfluten.
Durch den Klimawandel verändern sich die Wetterverhältnisse. Mit häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen muss auch künftig gerechnet werden. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit möglichen Gefahren auseinanderzusetzen und Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Die Starkregen-Spaziergänge sollen dafür einen praktischen Einstieg bieten: informieren, sensibilisieren und zeigen, welche Möglichkeiten zur eigenen Vorsorge bestehen.

