Im Rahmen einer Feierstunde im Vereinsheim des Musikvereins Bissingen würdigte die Stadt Bietigheim-Bissingen am Sonntag, 27. September 2026, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich. Anlass für die Kulturehrung war das 50-jährige Bestehen des Dachverbands der kulturtreibenden Vereine.
Oberbürgermeister Kessing dankte den Geehrten für ihren langjährigen persönlichen Einsatz und betonte die Bedeutung des Ehrenamts für das kulturelle Leben der Stadt. Kultur sei ein wichtiger Standortfaktor und trage wesentlich zum Miteinander, zum Wohlbefinden und zur persönlichen Weiterentwicklung bei. Neben den professionellen Kulturinstitutionen seien es insbesondere die Vereine und ehrenamtlich engagierten Menschen, die das kulturelle Leben in Bietigheim-Bissingen mitprägten.
„Ohne sie, ohne die Freiwilligen, wären viele kulturelle Angebote nicht leistbar“, hob Kessing in seiner Ansprache hervor. Die Geehrten hätten über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen, Veranstaltungen organisiert, musikalische und kreative Angebote ermöglicht, Vereinsstrukturen mitgestaltet und damit das kulturelle Leben der Stadt bereichert.
In seinem Grußwort unterstrich Oberbürgermeister Jürgen Kessing die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur. Kultur habe die Aufgabe, zu erfreuen, zu belehren und zu bewegen. Kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen böten Räume für Begegnung, Austausch und Diskussion und ermöglichten es den Menschen, sich mit den großen Fragen der Menschheitsgeschichte ebenso wie mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen.
Kultur sei nicht lediglich ein schmückendes Beiwerk, sondern bereichere das Leben und stärke zugleich die Verbundenheit mit dem eigenen Wohnort. Darüber hinaus spielten kulturelle Angebote eine wichtige Rolle dabei, Kinder und Jugendliche mit Kunst und Kultur vertraut zu machen. Der Dachverband Kultur habe diese Bedeutung bereits vor 50 Jahren erkannt. Durch den Zusammenschluss der kulturtreibenden Vereine sei es möglich gewesen, Aktivitäten zu koordinieren, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Interessen der Vereine gegenüber Stadt und Gemeinderat gemeinsam zu vertreten.
Oberbürgermeister Jürgen Kessing zeichnete insgesamt 21 Bürgerinnen und Bürger mit der Medaille für kulturelles Engagement aus verschiedenen Kulturvereinen der Stadt aus.
Für die Chorvereinigung Bietigheim erhielten Heide Neugebauer, Renate Grimm, Inge Haab und Yvonne Geiger die Kulturehrungsmedaille. Sie hatten sich über viele Jahre in unterschiedlichen Vorstands- und Leitungsfunktionen für die Chorvereinigung beziehungsweise die Chorporation engagiert.
Beim Gesangsverein Frohsinn Bietigheim wurden Uli Keller, Albrecht Keller und Gottfried Schneider geehrt. Ihr Engagement umfasste über Jahrzehnte verschiedene Funktionen im Ausschuss, als Notenwart, Kassenprüfer und weitere Aufgaben im Vereinsleben.
Vom Musikverein Bissingen wurden Michael Zeh, Sabrina Spielmann und Marc Fähnrich ausgezeichnet. Zeh hatte als Leiter des Geschäftsbereichs Musik und langjähriger Dirigent des Blasorchesters die musikalische Entwicklung des Vereins maßgeblich geprägt. Spielmann engagierte sich im Bereich Jugend und Ausbildung, während Fähnrich für die Öffentlichkeitsarbeit sowie den wirtschaftlichen und veranstaltungstechnischen Bereich verantwortlich war.
Für den Liederkranz Metterzimmern erhielten Annerose Blum-Meyer und Sylvia Koch die Auszeichnung. Blum-Meyer hatte als langjährige Vorsitzende insbesondere beim Aufbau und bei der Entwicklung des Chors Belcanto mitgewirkt. Koch war seit vielen Jahren im Vorstand und als Kassiererin tätig und hatte sich ebenfalls am Aufbau des jungen Chors beteiligt.
Beim Sängerkranz Bietigheim wurden Ursula Stanger, Walter Meyer, Ingrid Meyer und Christa Hartmann für ihre langjährige Vereinsarbeit geehrt. Ihre Tätigkeiten reichten von Vorstands- und Beiratsaufgaben über die Finanzverwaltung bis zur Mitgliederverwaltung.
Für das Stadtorchester Bietigheim wurden Sylvia Kaller, Anja Eschenlohr und Martina Mathias ausgezeichnet. Sie übernahmen dort seit vielen Jahren Verantwortung in der Vereinsführung, Schriftführung, Noten- und Inventarverwaltung sowie im Bereich Finanzen.
Weitere Ehrungen gingen an Simon Üzel vom Kulturverein Suryoye und Deutsche, der sich seit der Vereinsgründung im Jahr 2015 für das kulturelle Miteinander sowie den Austausch zwischen der deutschen und aramäischen Kultur engagiert hatte. Maritta Hämmerling und Rolf Wahler wurden als langjährige Mitglieder und aktive Schauspieler der Theatergruppe der Sportvereinigung Bissingen ausgezeichnet.
Eine besondere Würdigung erhielten außerdem Günter und Klaus Friedrich von der Akkordeonvereinigung Bietigheim. Beide waren bereits seit 1949 Mitglied des Vereins und hatten über Jahrzehnte zahlreiche Funktionen und Aufgaben übernommen. Ihr Engagement umfasste unter anderem Ausschussarbeit, die Organisation von Veranstaltungen sowie die Betreuung von Noten und Instrumenten. Auch bei den Altpapiersammlungen des Vereins hatten sie sich über viele Jahre eingebracht.
Zum Abschluss dankte Oberbürgermeister Kessing allen Geehrten nochmals für ihren jahrzehntelangen Einsatz und wünschte ihnen für ihr weiteres ehrenamtliches Wirken viel Erfolg, Gesundheit und Freude.
