Staufermedaille für Rudolf Bayer

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Im neuen Haus der Kultur an der Besigheimer Straße begrüßte OB Jürgen Kessing heute eine Vielzahl von Persönlichkeiten, die zur Ehrung eines besonderen Mitbürgers gekommen waren. Der Vorsitzende der neu gegründeten Stiftung Kultur in Bietigheim-Bissingen, Rudolf Bayer, bekannt als Verleger und Kunsthändler, durfte aus der Hand des Oberbürgermeisters die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg entgegennehmen. 

Die Staufermedaille ist eine seltene und persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Seit 1977 wird sie für herausragende, langjährige Verdienste um Baden-Württemberg und seine Bürgerinnen und Bürger verliehen. Sie steht für Dank, Anerkennung und Respekt gegenüber Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen und das Gemeinwohl über eigene Interessen stellen.

Seit mehr als vier Jahrzehnten widmet Rudolf Bayer sein Wissen, seine Tatkraft und sein Herzblut ganz und gar der Kultur. Er hat Kunst nicht nur als Beruf verstanden, sondern als Berufung – als Dienst an der Gemeinschaft, als Brücke zwischen Menschen, als Quelle von Bildung und Menschlichkeit, so der Oberbürgermeister in seiner Laudatio. 

Rudolf Bayer begann seinen Lebensweg in Sachsenheim. Früh schon zeigte sich sein Gestaltungswille: als engagierter Schüler, als Schulsprecher, als Gründer und Leiter eines Stammes der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg in Bietigheim-Bissingen. Sein Studium der Germanistik und Geschichte führte ihn nach Tübingen. Als Lehrer für Deutsch und Geschichte am Christoph-Schrempf-Gymnasium in Besigheim prägte er junge Menschen – und doch wagte er bald einen ungewöhnlichen Schritt: er stellte die Weichen neu, nahmen sich Zeit für seine Familie und ermöglichte seiner Gattin die berufliche Ausbildung. Zugleich legte er den Grundstein für sein eigenes unternehmerisches Wirken.

1981 gründete er das Kunstforum Heilbronn, wenig später seinen Musikverlag für klassische Musik, die Bayer Records GmbH. 1988 eröffnete er die Galerie Bayer in der Villa Faber – ein Haus, das bis heute ein fester Ort für moderne Kunst und lebendigen Austausch ist. Er verließ endgültig den Schuldienst und widmete sich ganz seiner Tätigkeit als Verleger und Kunsthändler. Ein mutiger Schritt – und ein überaus erfolgreicher.

Doch sein Wirken erschöpfte sich nie im Beruflichen. Er hat Verantwortung übernommen – in der Kirchengemeinde St. Laurentius, im Kulturbeirat der Stadt, in der Evangelischen Diakoniestation, im Hospiz und in mehreren Stiftungen. Er war Ideengeber, Mitstreiter, Organisator und Förderer zugleich. Er hat Strukturen aufgebaut, Menschen zusammengeführt und Projekte ins Leben gerufen, die weit über den Tag hinaus wirken.

Mit der jüngst gegründeten Stiftung Kultur in Bietigheim-Bissingen setzt er gemeinsam mit engagierten Weggefährten ein weiteres sichtbares Zeichen. Das Haus der Kultur steht sinnbildlich für seine Überzeugung, dass Kultur eine tragende Säule unserer Gesellschaft ist – und dass sie Räume braucht, in denen sie sich entfalten kann.

Besonders eindrucksvoll ist sein persönlicher Einsatz für das Gemeinwohl. Er hat nicht nur beraten und organisiert, sondern auch gegeben – aus eigenem Bestand, mit großem Vertrauen. Zahlreiche Benefizaktionen, Kunstversteigerungen und Zustiftungen wurden durch seine Großzügigkeit ermöglicht. Hospiz, Diakonie, Schulen, Kliniken und internationale Hilfsprojekte konnten dank seiner Initiative und seiner Kunstwerke erhebliche Mittel für ihre Arbeit gewinnen. Ein mittlerer sechsstelliger Betrag ist so im Laufe der Jahre dem Gemeinwohl zugeflossen – eine Zahl, die für sich spricht, und doch nur andeutet, wie viel Herzblut dahintersteht.

Das Engagement von Rudolf Bayer für Kultur und caritative Ziele, sein Ideenreichtum und seine organisatorische Kraft, seine Verlässlichkeit und seine Großzügigkeit verdienen höchste Anerkennung. Er hat die Stadt über Jahrzehnte hinweg geprägt – leise, beharrlich und wirksam, würdigte Oberbürgermeister Kessing der verdienten Mitbürger.

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