Stolpersteininitiative Bietigheim-Bissingen startet Aufruf zur Mitarbeit

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Gemeinsam gegen das Vergessen: Stolpersteininitiative Bietigheim-Bissingen startet Aufruf zur Mitarbeit 

Team der Stolpersteine braucht Verstärkung und sucht engagierte Unterstützung

 

Die Stolpersteininitiative Bietigheim-Bissingen trifft sich am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18 Uhr im Gemeindehaus bei der Stadtkirche, Schwätzgässle 1-3. Insbesondere werden weitere Engagierte gesucht, die das bisherige Team verstärken.

Schirmherr der Stolpersteininitiative ist von Beginn an der Aktivitäten Oberbürgermeister Jürgen Kessing. Vor 12 Jahren fand die erste Verlegung eines Stolpersteins mit Gunter Demnig statt. Seither haben die Engagierten insgesamt elf Stolpersteine verlegt: sechs in Bietigheim, vier in Bissingen und einer in Untermberg. 

Ziel der Initiative Stolpersteine ist es, an Menschen aus dem Stadtgebiet zu erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. „Dieses Unrecht gilt es gegen das Vergessen lebendig zu halten. Dass die Stolpersteine sich auf Gehwegen im öffentlichen Raum befinden, ist eine Sache. Doch das allein reicht nicht. Es geht darum, an das Schicksal der Betroffenen zu erinnern und über das unmenschliche Euthanasie-Programm zu informieren“, verdeutlich der Initiator der Stolpersteininitiative Thomas Reusch-Frey. 

Dabei widmet sich die Stolpersteininitiative vor allem der sogenannten „Euthanasie“-Morde. Systematisch wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ sowie der dezentralen Euthanasie getötet. 

Über diese Gruppe hinaus hält das Team das Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern wach. Dazu gehört schwerpunktmäßig das Durchgangslager mit dem Mahnmal am Bietigheimer Bahnhof, die Gräber auf dem Alten Bissinger Friedhof und die Grabstätten auf dem Friedhof St. Peter.

Um zu beiden Komplexen Vorträge und Exkursionen zu organisieren, Touren zu den Stolpersteinen anzubieten, Biografien zu erforschen, Verlegungen durchführen und weitere Aktivitäten zu entwickeln benötigt die Initiative dringend Verstärkung. Interessierte können sich unverbindlich einen Einblick verschaffen über die Erinnerungsarbeit. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Jede helfende Hand, jede neue Idee und jede zusätzliche Perspektive ist wertvoll.

Ansprechpartner für Interessierte ist Thomas Reusch-Frey, Initiator der Stolpersteine Bietigheim-Bissingen, Telefon: 07142 / 377491, E-Mail: ThomasReuschFrey[at]gmail.com. 


Bildunterschrift: Elf Stolpersteine in Bietigheim-Bissingen erinnern an Opfer im Nationalsozialismus. Sie sollen die Vergangenheit lebendig halten. Dazu sucht die Stolpersteininitiative Engagierte zum Mitmachen.

© Stolpersteininitiative

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