BatNight - Auf der Suche nach Fledermäusen

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Anlässlich der Europäischen Fledermausnacht trafen sich vergangene Woche über 40 Interessierte – vorwiegend Familien mit Kindern - um mehr über heimische Fledermäuse zu erfahren. Das gemeinsame Projekt der Stadt Bietigheim-Bissingen, der AG Fledermausschutz BW und der Stiftung NatureLife International (NLI) war schnell ausgebucht gewesen. Nach Wochen der Trockenheit regnete es und die Veranstalter waren froh, dass die Veranstaltung während einer Regenpause erfolgen konnte.

 

Nach einer kurzen Einführung in das Thema Fledermäuse durch Elke Grözinger, zuständig für Naturschutz und Landschaftspflege bei der Stadt, begrüßte Prof. Carolyn Hutter, ehrenamtliche Präsidentin von NatureLife, die Anwesenden. Sie umriss die Tätigkeitsfelder der international tätigen Stiftung. Auf www.naturelife-international.org kann man mehr über Aufforstungsprojekte in Asien oder Umweltprojekte in Europa erfahren. Weil der Stiftung die Umweltbildung auch ein wichtiges Anliegen ist, unterstützte NLI diese Aktion zur BatNight finanziell.

 

Bereits am Büchertisch und anhand der mitgebrachten Exponate konnten viele Fragen beantwortet werden. Dann übernahm Martina Wonner, Naturpädagogin aus Bissingen, die – kindgerechte – Einführung in die faszinierende Welt der Fledermäuse. Was fressen und wie jagen die Tiere? Wie unterscheidet sich der Körperbau der „Handflügler“ (Chiroptera) von denen anderer Säugetiere und des Menschen? Sie gab Einblick in das Fledermausjahr und erläuterte, dass die meist Insekten jagenden Tiere vor allem aufgrund von Quartierverlusten gefährdet sind.

 

Nach der Theorie begann die eigentliche Fledermaus-Suche am Rand des Rotenacker Waldes und beim Feuchtbereich am Seewäldle, die von den Kindern schon gespannt erwartet wurde. Elke Grözinger und Martina Wonner, beide in der AG Fledermausschutz BW ehrenamtlich tätig, verteilten zehn Fledermaus-Detektoren. Mit diesen Geräten kann man die ansonsten für Menschen nicht wahrnehmbaren Echoortungsrufe der Fledermäuse (20-120 kHz) hörbar machen. Schon bald begannen die ersten Geräte zu „knattern“: Zwergfledermäuse waren auf Nahrungssuche. Am noch hellen Abendhimmel konnte man die Tiere durch die Luft flitzen sehen. „Ich seh‘ eine!“, „da sind ja gleich mehrere“ und „jetzt wird es ja richtig laut“ waren die erstaunten Ausrufe der Exkursionsteilnehmer, als sie die Fledermäuse über den Detektor hörten.

 

Foto: © NatureLife International, Carolyn Hutter

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