Eröffnung der Ausstellung »Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit« am Freitag, 6. November

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Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen lädt herzlich ein zur Eröffnung der neuen Ausstellung »Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit«am Freitag, 6. November 2026 um 19 Uhr. Nach der Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister Michael Hanus wird es ein Podiums-Gespräch über Karl Hofers Leben & Werk mit Dr. Doris Apell-Kölmel von der Sammlung Arthouse, Dr. Valerie Ender, der Leiterin der Sammlung Arthouse, Michael Maurer, dem Leiter des Schlosses Achberg und der Galerieleiterin Dr. Isabell Schenk-Weininger geben; begleitet von O-Tönen Karl Hofers mit Nicolai Köppel. Der Eintritt ist an diesem Abend frei.

Die erste öffentliche Führung findet am Sonntag, 8. November 2026 um 11.30 Uhr mit Dr. Petra Lanfermann statt. Am Montag, 9. November 2026 um 17 Uhr gibt es eine Führung exklusiv für Lehrkräfte und Erzieher/-innen mit der Galerieleiterin Dr. Isabell Schenk-Weininger. Die Teilnehmerzahl für die Führungen ist begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung empfehlenswert unter: 07142 / 74-483 oder galerie[at]bietigheim-bissingen.de.

Karl Hofer (1878–1955) gehört zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Deutschland. Auf der Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits politischer und modischer Strömungen entwickelte Hofer eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus – geprägt von eindringlicher Emotionalität, stiller Dramatik und hohem Symbolgehalt. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Darstellung des Menschen, doch schuf Hofer auch Landschaften und Stillleben. Sein Werk spiegelt seinen von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg ebenso wie seine persönliche Zerrissenheit. Bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten positionierte sich Hofer deutlich gegen deren menschenverachtende Ideologie. In der Nachkriegszeit prägte er als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin maßgeblich die Debatte um Figuration und Abstraktion, u.a. in Opposition zu Willy Baumeister. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über Hofers Schaffen mit rund 80 Gemälden von 1900 bis 1955, sowie einigen eindrucksvollen Werkbeispielen seiner Kollegen in West- und Ostdeutschland. Die meist großformatigen Gemälde stammen hauptsächlich aus der Hofer-Kollektion der Sammlung Arthouse und werden um einzelne wichtige Leihgaben ergänzt. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale), Schloss Achberg und der Kunsthalle Rostock. Ein umfangreicher Katalog begleitet die eindrucksvolle Schau.

Abbildung Plakatmotiv: Karl Hofer, Harlekine, 1923/24, Sammlung Arthouse

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