Aranjuez, Spanien
Freundschaft seit: 2026
Einwohnerzahl: 63.040
Lage: Die Stadt liegt rund 50 km südlich von Madrid am Südufer des Tajo
Provinz: Madrid
Autonome Gemeinschaft: Madrid
Bürgermeister: Miguel Gómez Herrero
Webseite:https://aranjuez.es/
Social Media: @aytoaranjuez
Freundschaftsbegründung
Es gibt einen regen Austausch zwischen den Gymnasien im Ellental und dem Gymnasium I.E.S. Alpajés (seit 2003, mit Schülerinnen und Schülern im Alter von 15-16 Jahren), zwischen den Gymnasien im Ellental und der Grundschule C.E.I.P. San Fernando (seit 2023, mit 11 - 12jährigen Schülerinnen und Schülern, sowie zwischen der Volkshochschule Bietigheim-Bissingen und der öffentlichen Sprachschule E.O.I. Aranjuez (seit 2006, mit erwachsenen Kursteilnehmern). Aufgrund dieser vielfältigen Austausche wurde im Juni 2026 im Beisein des Gemeinderates die Freundschaftserklärung zwischen den beiden Städten unterzeichnet.
Geschichtliches
Die Römer bewohnten schon früh Aranjuez, jedoch war die Stadt lange Zeit unter der arabischen Herrschaft.
Die Landschaft am Tajo gehörte zum Herrschaftsgebiet des Santiago Ordens (Ritterordens), der in dem damals aus wenigen Häusern bestehenden Aranjuez ein kleines Jagdschloss errichtete.
Der katholische König Ferdinand II. wurde als Vertreter des Ordens vom Papst Alexander VI. 1493 eingesetzt. Nach seinem Tod folgte ihm 1516 Karl V., der Aranjuez zum königlichen Besitz machte. Karl V. begann das kleine Schloss und seinen Park auszubauen und errichtete eine erste Brücke über den Tajo. Philipp II. erklärte Aranjuez 1560 zur königlichen Sommerresidenz und verlieh dieser Ortschaft den Titel „Sitio Real“.
Erst 1656 wurde die erste Brücke für die Allgemeinheit erbaut und ab Mitte des 18. Jahrhunderts war die erste Ansiedlung für die Allgemeinheit zugelassen.
Im März 1808 brach in der Stadt die spanische Revolution aus, die den Friedensfürsten Godoy stürzte sowie König Karl IV. 1835 wurde die Stadt mit dem damaligen Bürgermeister José Ignacio de Ibarrola endgültig gegründet.
Die Stadt wurde systematisch nach italienischen Vorbildern im Schachbrettmuster mit großzügigen Alleen und Plätzen entwickelt.
Aranjuez heute
Das heutige Stadtbild von Aranjuez setzt sich aus einem denkmalgeschützten Altstadtkern, königlichen Palästen und Gärten zu Ufern des Tajo zusammen.
Die Stadt besteht aus den Stadtvierteln: Centro (Innenstadt), Vergel, Olivas, Aves, Nuevo Aranjuez (Neu-Aranjues), Foso, Moreras und La Montaña (Der Berg).
Aranjuez liegt in einem schönen, bewaldeten Tal. Die Altstadt weist eine regelmäßige Architektur auf, die an den holländischen Stil erinnert.
Die größte und bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der 1727 von Pedro Caro errichtete Palast von Aranjuez, die ehemalige Sommerresidenz der spanischen Könige. Der Palast ist umgeben von weitläufigen Gärten mit Baumgruppen, Laubholzbeständen und Wiesen.
Jahrhundertelang verbrachten die spanischen Könige das Frühjahr im Schloss von Aranjuez, da es in einer frischen und fruchtbaren Talaue an der Mündung der Flüsse Jarama und Tajo gelegen war. Dank seiner weitläufigen, monumentalen Gärten wurde Aranjuez im Dezember 2001 von der UNESCO zum Landschaftlichen Weltkulturerbe erklärt.
Die Altstadt wurde als kunsthistorisches Ensemble eingestuft, da es ein einzigartiges Beispiel barocker Städteplanung ist. 1747 von Giacome Bonavia entworfen, war die Stadt vom Augenblick ihrer Geburt an als eleganter Ort konzipiert, in dem Gebäude erhabener Konstruktion errichtet werden sollten. Große Häuser mit Patios, Kuppeln, Paläste, Klöster, Balkone, Plätze und Alleen sind Zeugen vierhundertjähriger Geschichte.
Ein weiterer kennzeichnender Bestandteil von Aranjuez sind die verschiedenen Gartenanlagen. Zu Füssen des Palastes befindet sich der im englischen Stil angelegte Jardin del Parterre, dessen Brunnenskulpturen besonders hervorzuheben sind.
Sehenswürdigkeiten
Iglesia del Alpajes de San Antonio
Die Kirche wurde 1681 erbaut und wurde nach dem Vorbild der El-Gesú-Kirche in Rom erbaut. Heute dient sie als Pfarrkirche.
Königspalast von Aranjuez
Das königliche Schloss Aranjuez ist ein barockes Schloss, welches über die Reste eines Klosters im 16. Jahrhundert errichtet wurde.
Casa del Labrador
Der Palast, der übersetzt „Haus des Landarbeiters“ heißt, war für eine königliche Nutzung bestimmt. Es sollte den Königspalast ergänzen und der königlichen Familie einen Ort bieten, an dem sie den Tag ohne üblichen Einschränkungen des Hoflebens verbringen konnten.
Museo de Faluas Reales
In diesem Museum wird das Kulturerbe der Stadt präsentiert.
Partnerschaftliche Beziehungen
Gymnasien im Ellental
Volkshochschule Bietigheim-Bissingen


