Das Ehrenamt im Gemeinderat forderte wieder viel Zeit

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Die ehrenamtlich aktiven Stadträtinnen und Stadträte in Bietigheim-Bissingen mussten auch im Jahr 2025 viel Zeit für die Gremienarbeit aufwenden. Die Statistik der Geschäftsstelle des Gemeinderats zeigt, wie oft sie in Sitzungen gefragt waren. Insgesamt 112 Termine standen im vergangenen Jahr an – 12 % mehr als im Vorjahr, als 100 Treffen zu bewältigen waren. Auch die Zahl der Tagesordnungspunkte stieg um 15 %, von 658 im Jahr 2024 auf 757 im Jahr 2025. Noch deutlicher wird der Mehraufwand bei der erforderlichen Beratungszeit. Diese erhöhte sich von 145 Stunden auf 180 Stunden, ein Plus von fast 24 %. Besonders stark zugelegt haben die zur Beratung vorliegenden schriftlichen Vorlagen: um 66 % erhöhte sich deren Umfang, von 7582 Seiten auf 12.588 Seiten wuchsen die – meist digital – zu bearbeitenden Vorlagen. Es waren über 400 Themen, die im Jahr 2025 in den verschiedenen Gremien zur Beratung anstanden – ein Jahr zuvor waren es nur 347.

Die Themenpalette war wieder vielseitig: nicht nur Haushaltspläne und Jahresrechnungen der Stadt, auch für die Tochtergesellschaften Bietigheimer Wohnbau, Stadtwerke, Städt. Holding, Regionale Kliniken Holding, Kliniken gGmbH und der damit verbundenen Unternehmen, der Zweckverbände für die Gewerbegebiete Eichwald, Laiern, Bietigheimer Weg standen zur teilweise mehrfachen Beratung und Beschlussfassung an. Die Finanzlage, die aufgrund nachlassender Wirtschaftskraft und sichtbarer Kostensteigerungen in allen Bereichen schwieriger wurde, führte auch dazu, dass mehrere Gebühren und Steuersätze erhöht werden mussten, so im vergangenen Jahr die Vergnügungssteuer, die Hundesteuer, die Wohnmobil-Stellplatzgebühren, die Kita-Gebühren und die Gebühren für die Schulkind-Betreuung. Dennoch wurden auch einiges in den Ausbau der städtischen Infrastruktur und in die Stadtentwicklung investiert. Für den Ausbau der Schuldigitalisierung wurde z.B. eine Firma beauftragt, die den IT-Support an den Schulen wahrnimmt. Über Klimaschutzprojekte und –Fördermaßnahmen wurde beraten. Der Mobilitätsplan wurde fortgeschrieben. Die Sanierungsarbeiten an der B 27, Radwegeplanungen und der Umbau des Poststräßles beschäftigten die Gremien mehrfach und werden diese auch im neuen Jahr weiterhin fordern. Der Bissinger Friedhof erhielt ein neues Baumurnengrabfeld, der Kunstrasensportplatz in den Parkäckern eine neue Beschichtung. Gestartet werden konnte der Anbau an der Realschule Bissingen sowie die Sanierung der Fassade am Rathaus Bietigheim. Die zukünftige Entwicklung verschiedener Baugebiete, wie im Bereich Gansäcker/Berliner Straße, Lindenstraße, Ulrichstraße/Felsenkellerweg, oder im gewerblichen Bereich Südlich Geisinger Straße, Bahnhof/Carl-Benz-Straße, stand ebenso mehrfach auf der Tagesordnung wie die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für das ganze Stadtgebiet.

Viele Beratungen erfolgen nicht nur im Gesamtgremium, dem Gemeinderat mit seinen 32 Stadträtinnen und Stadträten, der im vergangenen Jahr 12mal zusammenkam. Vielfach sind Vorberatungen in Ausschüssen, Beiräten und Arbeitskreisen erforderlich. Daher trafen sich der Technische Ausschuss und der Verwaltungs- und Finanzausschuss jeweils 10mal jährlich, ebenso der Ältestenrat. Regelmäßig berieten auch die Aufsichtsräte der städtischen Beteiligungsgesellschaften. Ein- oder zweimal jährlich wird in besonderen Beiräten und Arbeitskreisen über Themen wie Städtepartnerschaften, Entwicklungshilfe, Jugendbetreuung, schulische Angelegenheiten, Soziales, Kultur, Musikschule und über die Tätigkeit von Bürgerstiftung und Sozialstiftung gesprochen.

Darüber hinaus sind die ehrenamtlichen Vertreter der Bürgerschaft auch in unzähligen Gesprächen mit den Einwohnern der Stadt gefragt, sei es in offiziellen Bürgergesprächen oder in individuellen Begegnungen, um die Anliegen, Sorgen und Probleme der Menschen in Bietigheim-Bissingen aufzunehmen. Diese sind in der Statistik allerdings nicht erfasst.

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