Ehrung für sozial engagierte Persönlichkeiten der Stadt

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Im Rahmen einer Feierstunde in der Bietigheimer Kelter hat OB Kessing am Donnerstag, 18. Dezember 2025 zahlreiche sozial engagierte Persönlichkeiten aus Vereinen, Institutionen und Kirchengemeinden der Stadt geehrt, die sich seit über 10 Jahren sozial engagieren. Die 35 Männer und Frauen wurden von den jeweiligen Organisationen vorgeschlagen, in denen sie sich einbringen und vom Gemeinderat der Stadt mit der Gedenkmedaille für soziales Wirken ausgezeichnet.

Ausführlich würdigte OB Kessing die Tätigkeit der einzelnen Personen. Seine Rede folgt hier:

„Liebe ehrenamtlich Tätigen,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich heiße Sie ganz herzlich willkommen zu unserer heutigen Feierstunde. Den musikalischen Auftakt durften wir soeben vom Blechbläserquartett unserer Musikschule genießen. Eunike und Johanna Baumgärtner, Paula Knaus und Ben Doncic haben uns mit Trompeten und Posaunen die „Intrada“ von Melchior Franck präsentiert – vielen Dank Euch allen! Man merkt, wie viel Freude und gute Ausbildung in Eurem Spiel steckt. Danke auch an Euren Lehrer Ekkehart Kleinbub.

Zum Abschluss werden wir die jungen Musikerinnen und Musiker noch einmal hören – mit dem „Hallelujah Drive“ von Chris Hazell, dem walisischen Carol „Deck the Halls“ und schließlich „Fröhliche Weihnachten“. Freuen Sie sich schon jetzt darauf.

 

Liebe Gäste,

es ist mir eine große Freude, heute Menschen zu ehren, die sich seit vielen Jahren mit Herz und Zeit für andere einsetzen. Menschen, die in Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und Organisationen wirken und dort etwas unglaublich Wertvolles tun: Sie schenken Aufmerksamkeit, Nähe und Unterstützung – ohne viel Aufhebens darum zu machen.

Ihr Engagement ist ein Licht in unserer Stadt. Oft findet es im Hintergrund statt, aber es trägt ganz wesentlich zu einem Klima der Menschlichkeit, des Miteinanders und des Vertrauens bei. Deshalb möchten wir heute dieses Wirken einmal ins Rampenlicht stellen und „Danke“ sagen – öffentlich, herzlich und aufrichtig.

Sie alle geben mehr als nur Ihre Zeit: Sie geben Menschen das Gefühl, nicht allein zu sein. Gerade in einer Welt voller Herausforderungen ist Ihr Einsatz ein starkes Zeichen dafür, dass Mitgefühl, Solidarität und Engagement nicht aus der Mode kommen. Im Gegenteil: Sie prägen das Zusammenleben in unserer Stadt und inspirieren andere, ebenfalls mitzuwirken.

Diese Ehrung soll Ihnen zeigen, wie sehr wir das schätzen. Sie sind unsere stillen Heldinnen und Helden des Alltags. Und wir wissen, dass Engagement oft auch auf Kosten privater Zeit geht – darum danken wir ausdrücklich auch Ihren Familien und Partnern, die Sie unterstützen und begleiten. Schön, dass viele von Ihnen heute mit dabei sind.

Nach der Ehrung laden wir Sie zu einem kleinen Empfang ein. Lassen Sie uns danach noch ein wenig zusammenstehen und diesen besonderen Abend gemeinsam genießen.

Nun möchte ich die Persönlichkeiten, die wir heute auszeichnen, nacheinander in kleinen Gruppen nach vorne bitten.

Als erste Gruppe bitte ich Brigitte Kling, Dietwart Gundert, Irmgard Zuberer, Renate Röslen, Ursula Cramer und Helga Dürr zu mir.

Brigitte Kling engagiert sich seit 1998 im Kirchengemeinderat der Friedenskirche und bringt sich seit 2010 als Schriftführerin und in mehreren Ausschüssen ein – darunter im Engeren Rat sowie im Verwaltungsausschuss der Gesamtkirchengemeinde.

Dietwart Gundert ist seit 1999 im Kirchengemeinderat der Friedenskirche aktiv und leitet das Gremium seit 2010. Auch er wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit großer Verlässlichkeit mit.

Irmgard Zuberer hat sechs Jahre lang den Kirchengemeinderat der evangelischen Kirche Metterzimmern geleitet. Zwölf Jahre lang verantwortete sie das „Gemeinsame Mittagessen“ und seit 20 Jahren engagiert sie sich in Frauen- und Seniorenarbeit – unter anderem beim Treffpunkt Frau und dem Weltgebetstag.

Renate Röslen ist seit über 30 Jahren Gastgeberin des Erntedankbittgottesdienstes auf dem Birkenhof und seit mehr als 10 Jahren Mitglied im Kirchengemeinderat in Metterzimmern. Sie initiierte den beliebten Nachmittagstreff „Kaffee oder Tee“ und ist bei Festen immer zuverlässig zur Stelle.

Ursula Cramer leitete ganze 30 Jahre – von 1995 bis 2025 – die Seniorenarbeit der evangelisch-methodistischen Kirche Bietigheim.

Helga Dürr war von 2005 bis 2025 im Vorstand des Tafelladens tätig und arbeitete gleichzeitig regelmäßig im Laden mit. Sie ist Teil der evangelisch-methodistischen Gemeinde und dort ebenfalls aktiv.

Ihnen allen sagen wir ein ganz herzliches Dankeschön für Ihr jahrzehntelanges Engagement und hoffen, dass Sie noch lange mit dabei sind.

Als nächste Gruppe darf ich die Mitwirkenden des Hospizvereins Bietigheim-Bissingen e. V. nach vorne bitten:

Hannelore Palenta, Elisabeth Imhof, Christiane Horn, Else Rieger, Elke Wildt, Manfred Friedrich und Herbert Maier.

Unsere Worte gelten selbstverständlich auch Frau Helga Schaaf, die heute leider nicht anwesend sein kann.

Manfred Friedrich begleitet seit 2007 schwerkranke Menschen zuhause, in Pflegeheimen und im Krankenhaus – tagsüber, nachts, immer dann, wenn er gebraucht wird. Er bildet sich regelmäßig fort und bringt das Thema Hospizarbeit auch jungen Menschen näher.

Hannelore Palenta ist seit 2009 im ambulanten Dienst aktiv und seit 2010 zudem ehrenamtliche Einsatzleitung. Sie berät Angehörige, organisiert Einsätze und wirbt – wie Herr Friedrich – in Schulen und Projekten für die Hospizarbeit.

Elisabeth Imhof ist seit 2010 dabei und unterstützt seit 2017 die Einsatzleitung als Stellvertreterin. Auch sie plant Einsätze und ist Ansprechpartnerin für Angehörige.

Christiane Horn gehört seit 2013 zum ambulanten Team und begleitet ebenfalls mit großem Einsatz Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Else Rieger, Elke Wildt, Herbert Maier sowie Helga Schaaf (in Abwesenheit) arbeiten seit vielen Jahren im stationären Hospiz mit. Sie übernehmen Schichten, begleiten Angehörige und unterstützen im Hausbetrieb – zuverlässig und mit viel Einfühlungsvermögen.

Ihr Engagement für Menschen am Lebensende verdient höchsten Respekt. Danke, dass Sie diesen Weg gehen und so viel Menschlichkeit in unsere Stadt tragen.

Als nächste Gruppe begrüße ich Bettina Kaps, Ilse Mahl, Leon Lamparter, Luca Trautmann und Andreas Weber von der Evangelischen Kirchengemeinde Bissingen/Enz.

Auch Yvonne Geiger gehört zu dieser Reihe, kann heute aber leider nicht anwesend sein.

Bettina Kaps engagiert sich seit 2011 unter anderem in Familiengottesdiensten, beim Austragen des Gemeindebriefs und seit drei Jahren im Seniorencafé.

Yvonne Geiger unterstützt seit fünf Jahren die Gottesdienste für Familien mit kleinen Kindern und seit drei Jahren die Angebote für Grundschulkinder.

Ilse Mahl hilft seit Jahren im Seniorencafé, war lange im Seniorenkreis Untermberg aktiv und unterstützt seit einem Jahrzehnt den großen Seniorennachmittag.

Leon Lamparter ist seit 10 Jahren bei der Stadtranderholung und im offenen Jugendtreff aktiv – und prägt die STARA-Band entscheidend mit.

Luca Trautmann ist ebenfalls seit 10 Jahren in der Stadtranderholung tätig, spielt in der Band, begleitet Konfirmandenfreizeiten und hilft bei der JuLeiCa-Ausbildung, der Jugendleitercard.

Andreas Weber gehört seit 11 Jahren zum Team der Stadtranderholung, seit 10 Jahren sogar zum Leitungsteam. Er leitet außerdem seit zwei Jahren den offenen Jugendtreff und begleitet Konfirmandenfreizeiten.

Vielen Dank Ihnen allen – Ihr Einsatz prägt die Jugendarbeit, schafft Gemeinschaft und stärkt die Kirchengemeinde nachhaltig.

Weiter geht es mit den Engagierten weiterer sozialer Einrichtungen:

Ursula Ritter, Monika Wilhelm, Ottmar Wagner und Siegfried Müller.

Ursula Ritter ist seit 2011 als Präsenz- und Betreuungskraft in der ökumenischen Diakoniestation aktiv; Monika Wilhelm ist seit 2013 engagiert. Ebenso aktiv war Renate Vogt von 2010 bis 2025, die allerdings erkrankt ist und deshalb heute nicht hier sein kann. Herzlichen Dank Ihnen allen für Ihren treuen Einsatz!

Ottmar Wagner ist seit 2012 bei den Aktiven Senioren und bringt sich seit 2014 im Vorstand ein. Er leitet das Gedächtnistraining, ist Kassier im Dachverband für Seniorenarbeit, Gründungsmitglied zweier Vereine, einmal den Suryoye und Deutschen und zum anderen dem Freundeskreis Hornmoldhaus, und unterstützt seit 2024 auch das Pflegeheim Pro Seniore. Ein beeindruckendes Engagement!

Siegfried Müller begleitet seit 2009 musikalisch Feiern und Nachmittage im Pro Seniore, regt Theaterproduktionen an und bringt mit viel Kreativität und Musik Freude in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.

Auch Ihnen allen gilt unser großer Dank.

Die nächsten zu Ehrenden sind Irmgard Böhler, Annegret Wyrich, Susanne Schumacher, Bettina Labes, Barbara Weberruß und Heidrun Haible.

Irmgard Böhler engagiert sich seit über 50 Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde Metterzimmern und beim CVJM – als Kirchengemeinderätin, Vorsitzende des CVJM, Leiterin von Jungschargruppen, Unterstützerin der Kinderbibelwochen und Organisatorin zahlreicher Aktionen.

Annegret Wyrich ist seit 30 Jahren in der evangelischen Jugendarbeit aktiv, leitet Jugendgruppen und 6 Jahre lang auch den CVJM, organisiert Freizeiten und Gottesdienste und steht seit 2020 an der Spitze des Posaunenchors beim CVJM.

Susanne Schumacher leitet seit 2004 den Chor des Vereins Kulturraum Rommelmühle und gestaltet mit großer Leidenschaft die Probenarbeit.

Bettina Labes organisiert seit 12 Jahren die Kulturveranstaltungen des Vereins in der Rommelmühle und ist seit rund zwei Jahrzehnten im Vorstand aktiv.

Barbara Weberruß unterstützt seit 2009 das Grüne Team des Krankenhauses Bietigheim-Vaihingen und bringt den Patientinnen und Patienten mit kleinen Hilfen große Freude.

Heidrun Haible ist seit 1980 im Weltladen aktiv und leitet den Verein Initiativgruppe 3. Welt seit 2017 mit großem Engagement.

Vielen Dank für Ihr beeindruckend langes und vielseitiges Wirken!

Zum Abschluss bitte ich Herrn Hans-Joachim Petri und Herrn Dr. Gerhard Merz nach vorne. 

Gerne hätten wir auch Herrn Dr. Wolfram Rieder und Frau Oberärztin Elisabeth Biechl heute geehrt. Auch sie waren bzw. sind im Verein Koronarsport aktiv. Allerdings ist Frau Biechl heute leider verhindert zu kommen. Von Dr. Wolfram Rieder müssen wir leider Abschied nehmen. Er ist vor wenigen Tagen verstorben. Seine Witwe wird jedoch die Ehrung gerne noch annehmen, sie wird ihr per Post zugestellt, da sie heute nicht kommen konnte.

Zu den heute anwesenden zu Ehrenden:
Hans-Joachim Petri leitet seit 2013 die Selbsthilfegruppe für Pathologische Spieler am Japangarten – ein wichtiger Ort für Offenheit, Austausch und Stabilität.

Dr. Gerhard Merz und weitere Ärzte bringen seit über 40 Jahren ihr medizinisches Fachwissen im Verein Koronarsport ein. Sie beraten, begleiten, schulen und sichern die Qualität der REHA-Angebote – oft im Hintergrund, aber mit unverzichtbarer Verantwortung.

Herzlichen Dank für Ihr enormes, jahrzehntelanges Engagement!

Zum Schluss möchte ich nochmals allen Geehrten meinen tiefen Dank aussprechen. Sie machen unsere Stadt menschlicher, wärmer und lebenswerter. Bitte bleiben Sie uns weiterhin verbunden – wir brauchen Menschen wie Sie.

Nun hören wir noch einmal Musik. Anschließend lade ich Sie herzlich ein, sich am Buffet zu stärken und den Abend in angenehmen Gesprächen ausklingen zu lassen.

Die heutigen Fotos erhalten Sie in den nächsten Tagen über Ihre Kirchengemeinden bzw. Organisationen.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Presseamt der Stadt Bietigheim-Bissingen

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