In der Evangelischen Stadtkirche Bietigheim verschmelzen am Sonntag, 13. Juli 2025 um 17 Uhr Musik, (Glaubens)Geschichte und Architektur zu einem besonderen Erlebnis. Unter dem Titel „Von Antonia Visconti bis Sebastian Hornmold“ unternehmen Prof. Stefan Morent mit der Schola Cantorum des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Tübingen sowie Prof. Peter Rückert vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart eine historisch-musikalische Reise von Italien nach Württemberg.
Die Veranstaltung ist Teil des Jubiläumsjahres 625–525–400 „Himmelslicht und Menschenwerk“, das u.a. die Geschichte der Stadtkirche Bietigheim ins Bewusstsein rückt. Gerade der gregorianische Choral vermag in eindrucksvoller Weise das Zusammenspiel von himmlischer Transzendenz und menschlicher Gestaltungsleistung – von Himmelslicht und Menschenwerk – hörbar zu machen.
Prof. Morent lässt gemeinsam mit seiner Schola Cantorum Gesänge aus der Zeit der Erbauung der Stadtkirche um 1400 erklingen. Ihm gelang es, eine Choralhandschrift aus dem Umfeld der Visconti-Dynastie - und damit der Stifterin der Stadtkirche Antonia Visconti - ausfindig zu machen. Ein musikalischer Schatz, der erstmals in Bietigheim erklingt und damit eine Brücke von Mailand nach Bietigheim schlägt.
Auch Sebastian Hornmold, der große Sohn der Stadt und Steuermann der Reformation in Württemberg, wird gewürdigt – mit Musik aus seiner Zeit, darunter ein kraftvoller Introitus von Thomas Müntzer, passend zu seinem Gedenkjahr 2025.
Zwischen den musikalischen Blöcken führt Prof. Peter Rückert durch die Geschichte von der oberitalienischen Kultur bis zur württembergischen Reformation – eine spannende Zeitreise durch Politik, Glauben und Kultur.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Geschichtsverein Bietigheim-Bissingen statt. Der Eintritt ist frei, Spenden für die ehrenamtlich tätige Schola Cantorum sind willkommen.
Im Anschluss an das Konzert sind alle herzlich zu einem Ständerling im Pfarrgarten eingeladen. Hier kann man bei einem Glas selbstgemachtem Salbeiwein und mit liebevoll zubereiteten Spezialitäten der Landfrauen den Abend ausklingen lassen.
Für Rückfragen und weitere Informationen steht die Evang. Stadtkirchengemeinde gerne zur Verfügung.
