Ein Park als Zeichen der Freundschaft
25 Jahre Städtepartnerschaft mit Overland Park
Zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Bietigheim-Bissingen und Overland Park im US-Bundesstaat Kansas wurde in der amerikanischen Partnerstadt ein ganz besonderes Projekt eingeweiht: der Bietigheim-Bissingen Park. Auf einer Fläche von 2,6 Hektar entstand dort ein Stadtgarten, der nicht nur neue Freizeitmöglichkeiten bietet, sondern auch die kulturelle Verbundenheit beider Städte über den Atlantik hinweg würdigt.
Eine Delegation aus Bietigheim-Bissingen unter der Leitung von Oberbürgermeister Jürgen Kessing nahm an der feierlichen Eröffnung teil. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Curt Skoog betonte er die Bedeutung der Partnerschaft, die seit 1999 besteht. Der Park sei ein Ort, an dem Familien und Freunde zusammenkommen, Begegnungen entstehen und Nachbarschaften gestärkt werden – und damit auch ein Ort, der für den Geist der Städtepartnerschaft stehe.
Das Gestaltungskonzept greift Elemente auf, die typisch für Bietigheim-Bissingen sind, etwa Flusslandschaften und der Bezug zur Natur. Zu den Attraktionen zählen Spazierwege, Boccia-Spielfelder, Grünflächen für Spiel und Erholung sowie ein Kinderspielplatz, auf dem der Turm des Bürgergartens im Miniaturformat und in bunten Farben nachgebaut wurde. Bürgerinnen und Bürger von Overland Park waren an der Planung beteiligt, ebenso wie Vertreter aus Bietigheim-Bissingen.
Ein besonderes Element ist die drei Meter hohe Stele des Bietigheim-Bissinger Bildhauers Dieter Kränzlein, die als künstlerische Handschrift der Partnerstadt den Park prägt. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, wurde seine Rede von Kristina Kessing, der Tochter des Oberbürgermeisters, verlesen. Die Skulptur symbolisiere mit ihren Schichten das Verbindende, erklärte Kränzlein, und solle die Werte von Demokratie und Freiheit sichtbar machen.
Zur Eröffnung wurde außerdem eine Zeitkapsel vorbereitet, die in den kommenden Tagen vergraben wird. Sie enthält Dokumente, aktuelle Bilder sowie eine Blockflöte und eine 1/16-Geige der Musikschule Bietigheim-Bissingen. Geplant ist, die Kapsel in 25 Jahren wieder zu öffnen – ein weiteres Symbol für die Langfristigkeit der Partnerschaft. Für die musikalische Umrahmung sorgten Schüler der Shawnee Mission South High School, die sowohl klassische als auch Jazzstücke präsentierten. Mit ihnen musizierte auch Bernd Gehlen, Fachbereichsleiter an der Musikschule Bietigheim-Bissingen, als Gastgitarrist.
Bei einem Empfang am Abend unterstrichen beide Bürgermeister, wie wichtig die Freundschaft zwischen den Städten ist. Curt Skoog betonte die Notwendigkeit von Dialog, gegenseitigem Verständnis und lokalem Engagement, um die Verbindung über den Atlantik hinweg lebendig zu halten. Oberbürgermeister Kessing knüpfte daran an: Auch wenn man sich nicht oft sehe, sei es bemerkenswert, wie stark die Bindungen seien, wie viel man gemeinsam habe und wie viel man gemeinsam erreichen wolle. Er hob hervor, dass beide Städte dieselben Werte teilen: Demokratie, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte. Diese wolle man gemeinsam weitertragen – mit besonderem Blick auf die jüngere Generation.
Zum Abschluss wurden die Partnerschaftsurkunden noch einmal vorgelesen und neu unterzeichnet – als Signal für die Fortführung der Städtefreundschaft. Ziel sei es, junge Menschen noch stärker einzubeziehen, ihnen Aufgaben und Verantwortung zu übergeben und sie zu ermutigen, sich aktiv für die Partnerschaft zu engagieren. Als Zeichen des Dankes erhielt Bürgermeister Curt Skoog ein Kunstwerk von Dieter Kränzlein, während Jürgen Kessing eine Fahne von Overland Park überreicht bekam.
Text und Fotos Jörg Palitzsch
1 In Overland Park wurde der "BI-BI-Park" feiertich eröffnet
2 OB Jürgen Kessing und Major Ciurt Skoog unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde neu
3 Auf einem Stein ist Bietigheim-Bissingen zu sehen, inklusive Enz und Metter
4 Die Stele des Bietigheimer Bildhauers Kränzlein ist ein weit sichtbares Element in dem neuen Park
5 Die Delegation in Kansas City






