Landschaftspflege in Bietigheim-Bissingen

Die Erfolge der über 40jährigen Landschaftspflege in Bietigheim-Bissingen sind in einer eindrucksvollen Bildergalerie der Stadtgärtnerei sichtbar gemacht worden. Auf der Webseite der Stadt Bietigheim-Bissingen stehen die Bilder nun für jedermann zur Verfügung unter www.bietigheim-bissingen.de unter der Rubrik Rathaus und Politik / Aktuelles / Landschaftspflege.

Seit 1978 kümmert sich die Stadtgärtnerei in Bietigheim-Bissingen um Naturschutz und Landschaftspflege. Die landschaftsprägenden Flusstäler von Enz und Metter präsentieren sich heute weitestgehend in einem ökologisch hochwertigen Zustand und die meisten der kleinen Fließ- und Stillgewässer sind nach der Entfernung von Sohlschalen, Verdolungen oder Verbauungen wieder naturnah. Zahlreiche Hecken und Feldgehölze, Feuchtwiesen und artenreiche Halbtrockenrasen tragen zur Artenvielfalt/Biodiversität und dem Erhalt des Biotopverbundes in der Landschaft bei.

Viele kommunale Biotopflächen wurden bereits in den 1980er und 1990er Jahren renaturiert oder angelegt, und seither gepflegt. Mit regelmäßigen 5-jährigen Landschaftspflegeprogrammen erhielten die Stadtgärtner, die seit 25 Jahren von Landwirten bei der Landschaftspflege unterstützt werden, vom Gemeinderat den Auftrag, neue Maßnahmen durchzuführen und Vorhandenes langfristig zu erhalten.
Auch im 9. Kommunalen Pflegeprogramm (2026 bis 2030) ist wieder einiges geplant. Denn die Kulturlandschaft kann nur durch Fortführung der Nutzung bzw. durch Landschaftspflege artenreich bleiben. Kulturlandschaftselemente – und dazu zählen nicht nur Äcker und Grünland - sondern ganz besonders auch jene Biotope, die durch den wirtschaftenden Menschen entstanden sind, sind in Bietigheim-Bissingen vor allem Kopfweiden und Gehölze entlang der Flussufer, Feldgehölze, Hecken und Einzelbäume auf den Streuobstwiesen, südexponierte Halbtrockenrasen und Feuchtwiesen in den Tälern sowie Trockenmauern. Pflegemaßnahmen sind z.B. die Mahd von Hochgrasflächen und Säumen, das Offenhalten der Landschaft durch Zurückdrängen von Brombeeren und Gehölzen. Für rund 150.000 Euro jährlich werden all diese Lebensräume auf der Gemarkung gepflegt. Ebenfalls im kommunalen Pflegeprogramm enthalten sind gezielte Artenschutz-Maßnahmen (z.B. Vogel-, Fledermaus-, Amphibien-Schutz, Nachpflanzungen, Erhalt und Förderung lokal seltener Arten) und die Kontrolle von invasiven Neophyten und Neozoen, also nicht erwünschten Arten, die die einheimische Pflanzen- bzw. Tierwelt verdrängen. 
Zusätzlich zu diesen Folgepflegen wird angestrebt, auch neue Biotope zu schaffen oder Vorhandenes zu renaturieren. Beispiele hierfür sind die Durchgängigmachung der Wehre an der Metter sowie die Optimierung des stark verlandeten Enz-Flachwassers unter der Langwiesenbrücke. Je nach finanziellem Spielraum der Kommune sollen diese Maßnahmen in den nächsten Jahren realisiert werden. Elke Grözinger, Christoph Walter und Karin Rau, den Landschaftspflegern bei der Stadtgärtnerei, gehen weder die Ideen zur Verbesserung der Naturräume noch die Arbeit aus.