Vortrag naturnahe Grünflächenpflege der Stadtgärtnerei

Die BUND Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen und der Dachverband Natur laden alle interessierten Bürger und Bürgerinnen und Mitglieder der Naturschutz- und Umweltverbände zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 6. November 2025 um 19 Uhr in die TSV-Gaststätte (Ellental), Fischerpfad 36 – großer Nebenraum ein. 

Im Vortrag „Einblicke in die Baum- und naturnahe Grünflächenpflege der Stadtgärtnerei“ werden Melanie Wörle (stellvertretende Leiterinder Stadtgärtnerei) sowie Elke Grözinger und Christoph Walter (beide Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege) über die Ziele, Rahmenbedingungen und Abläufe ihrer Arbeit berichten.

Bietigheim-Bissingen ist eine vergleichsweise grüne Stadt. Bereits im Vorfeld der Landesgartenschau 1989 wurden kommunale Grünflächen umgestaltet oder neu angelegt, zahlreiche Bäume ge- und Großbäume verpflanzt. Die zur Gartenschau angelegten Gärten und Anlagen werden seither von der Stadtgärtnerei naturnah, d. h. ohne Torf, ohne Dünger, ohne Pestizide gepflegt. Ebenso die Freiflächen an Schulen und Kindergärten, die Außenbereiche der Sportanlagen und die Friedhöfe. Zudem wurde das innerstädtische Verkehrsgrün – wo rechtlich und technisch möglich – von häufig gemähten Rasenflächen auf zweimal gemähtes Grünland umgestellt.
Seit 1984 werden auf der Gemarkung – im Rahmen kommunaler landschaftspflegeprogramme –  alle Naturdenkmale, geschützten Biotope, eine Vielzahl von Feldgehölzen und Hecken, Ufergehölze und Kopfweiden sowie städtische Streuobstwiesen von der Stadtgärtnerei betreut und gepflegt und so ein Lebensraumverbund geschaffen. Ein breites Spektrum an Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen trägt dazu bei, die Vielfalt der heimischen Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und schafft zugleich Naherholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung.

Die Pflege der kommunalen Grünflächen (ca. 190 Hektar) ist eine finanzielle, personelle und logistische Mammutaufgabe, die angesichts zahlreicher Ansprüche an die Flächen (Modernisierung der Infrastruktur und Neuplanungen) und der Folgen des Klimawandels immer wichtiger, aber zugleich auch immer aufwendiger wird.
Im Anschluss an den Vortrag wird es ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen geben. 

Es wird um frühzeitiges Eintreffen gebeten, damit sich der Beginn nicht durch die Getränkebestellungen verzögert.