Station 13 - QR 13 - Naturdenkmal Bleiche - Trockenmauern
Lebensraum Trockenmauer
Typische Trockenmauern sind Felsen im Kleinformat, die einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt besonders schützenswerte Lebensräume bieten. Außergewöhnlich spannend sind die ökologischen Verflechtungen, die zwischen den Mauerbewohnern und der direkten Umgebung bestehen. In den Fugen und Ritzen finden Mauereidechsen, Zauneidechsen und Blindschleichen einen Unterschlupf. Vor der Tageshitze ziehen sich auch Weinbergschnecken und viele Insekten in die schattigen Fugen zurück.
Natur und Kultur geben sich die Hand
Das Aufsetzen von Trockenmauern zählt zu den ältesten Handwerken der Menschheit. „Trocken“ bedeutet, dass die Steine für die Mauer ohne Verwendung von Mörtel oder Beton aufgesetzt werden. Durch Trockenmauern terrassierte Südhänge sind traditionell die besten Weinlagen im Neckarland. Wo diese alte – und schweißtreibende – Handwerkskunst nicht mehr eingesetzt wird, die Mauern nicht in Stand gehalten werden, stürzen sie ein. Kulturgeschichtliche Zeugnisse und der Lebensraum vieler angepasster Arten gehen dann für immer verloren.
Typische Pflanzen
Frühlings-Fingerkraut
Das Frühlings-Fingerkraut ist eine sehr robuste Pflanze, der auch Perioden mit wenig Niederschlag kaum etwas anhaben können. Die Wildstaude liebt trockene, kalkreiche Böden, die auch sandig-steinig oder lehmig sein dürfen. Der Name Fingerkraut bezieht sich auf die handförmig geteilten Blätter. Blühzeit der goldgelben Blüten ist von März bis Juni. Bienen und Hummeln finden im Frühlings-Fingerkraut eine attraktive Nektarquelle.
Sicherheitshinweis: Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr.




