Station 8 - Hexen-Brückle – Tiere in und am Wasser
Natürliche Uferbereiche mit Bäumen und Sträuchern wirken sich auf Gewässer sehr positiv aus. Die Wurzeln leisten einen wichtigen Schutz vor Erosion, Ufergehölze beschatten das Gewässer und regulieren so die Wassertemperatur für die Bewohner der Bäche und Flüsse. Darüber hinaus ist der Pflanzengürtel an Uferböschungen ein besonders vielfältiger Lebensraum am Übergangsbereich zwischen Wasser und Land.
Bei niedrigem Wasserstand der Metter sieht man auch Kiesbänke im Fluss. Sie sind wichtiger Teillebensraum für Fischarten, die im Kies laichen. Deshalb kommen Bachforelle und Strömer, beides sogenannte „Kieslaicher“, häufig in der Metter vor.
Bitte Kiesbänke in Flüssen nicht betreten!
Typisch Tiere
Bachstelze
Die Bachstelze lebt bevorzugt in der Nähe von Bächen und Flüssen, hält sich aber auch auf Feldern und in Siedlungen auf. Das kontrastreiche schwarz-weiße Gefieder und der lange, wippende Schwanz geben der Bachstelze eine unverwechselbare Erscheinung. Der Rücken ist grau, Kehle und Haube sind schwarz gefärbt. Im Flug beschreibt die Bachstelze weit ausholende Bögen, sodass man sie auch daran gut erkennen kann. Der Ruf gleicht einem scharfen „zississ“.
Typisch für „Stelzen“-Vögel ist ihre Art der Fortbewegung: Das „Stelzen“ oder Schreiten am Boden erfolgt mit weit ausgreifenden Schritten und wird von rhythmischen Kopfbewegungen sowie einem aufgeregt wirkenden Schwanzwippen begleitet.
Eisvogel
Der Eisvogel ist ein ausgezeichneter Jäger. In seinem Territorium sitzt er auf Ansitzwarten, die über das Fließgewässer ragen. Von dort aus erspäht der Eisvogel kleine Fische, die er dann durch einen Sturzflug ins Wasser erbeutet. Das auffallend bunte Gefieder ist hierbei kein Nachteil, sondern lediglich eine Frage der Perspektive: Von oben betrachtet lässt die türkis bis dunkelblaue Oberseite des Gefieders den Vogel mit dem Wasser verschmelzen, die orangebraune Unterseite sorgt aus der „Fischperspektive“ für eine perfekte Tarnung im Umfeld von Gehölzen in Lehmböden. Bedroht sind Eisvögel durch stark zunehmenden Freizeittourismus und die Verschmutzung der Lebensräume.
Stockente
Häufigste heimische Entenart. Die bis etwa 58 Zentimeter große Stockente gehört zu den Schwimmenten, die gründelnd mit dem Schwanz nach oben Nahrung suchen, während die Tauchenten (z.B. Reiherente, Tafelente) völlig untertauchen. Das Männchen ist gekennzeichnet durch einen glänzend gründen Kopf mit weißem „Halsring“ und eine dunkelbraun bis hellbraun gefärbte Brust. Das Weibchen ist schlichter, bräunlich-gräulich gefärbt; trägt aber wie das Männchen ebenfalls einen auffälligen blauen Flügelspiegel.
Prachtlibelle
Die Larve der Prachtlibelle entwickelt sich nur in Fließgewässern, vor allem in langsam fließenden, breiteren Bächen, die nicht zu stark beschattet sein dürfen. Die ausgewachsene Libelle fliegt weit umher und ist auch an stehenden Gewässern zu finden. Männchen sind an ihrem blauen Flügelband und dem dunkelgrün oder dunkelblau schillernden Körper gut erkennbar. Weibchen sind unscheinbarer; sie haben kein Flügelband und der Körper ist metallisch grün bis bronzefarben. Mit der Wiederherstellung naturnaher Uferzonen entlang von Bächen und Flüssen sowie standortgerechten Bepflanzungen wurde der Grundstein gelegt, dass sich der Bestand der Prachtlibellen erholen konnte.
Wasserspitzmaus
Wasserspitzmäuse sind mutige Jäger, die sich auch an größere und stärkere Beute wagen. Auf dem Speiseplan stehen kleinere Kerbtiere ebenso wie Kleinkrebse und Fische, nach denen die Wasserspitzmaus bis auf den Grund von Bächen und Teichen taucht. In Deutschland steht die Wasserspitzmaus als besonders geschützte Tierart unter Naturschutz, der sehr gute Schwimmer und Taucher ist sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv
Elritze
Elritzen sind nur 6-8 Zentimeter große Fischchen, die unscheinbar gefärbt sind. Der Kleinfisch legt seine Eier im Flachwasser an Steinen ab, wo diese haften bleiben. Elritzen brauchen sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser, weshalb sie auch als Indikatoren zur Überwachung der Trinkwasserqualität eingesetzt werden.
Sicherheitshinweis: Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr.









